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Stadt im Stau

Demonstranten legten Verkehr im Zentrum von Potsdam lahm / Wartende zeigten Verständnis Stadt im Stau

Die Radfahrer sausten, die Autos standen. Wer die Potsdamer Innenstadt gestern auf zwei Rädern durchquerte, war klar im Vorteil. Auf den meisten Straßen ging am Nachmittag nichts mehr. Die Autos mussten tausenden Lehrern und Polizisten Platz machen, die mit Plakaten und Trillerpfeifen für mehr Gehalt demonstrierten.

POTSDAM. 15.30 Uhr Hauptbahnhof: Die Polizei leitete den Verkehr von der Friedrich-Engels-Straße nach Süden ab. Den roten Kleinwagen von Ingrid Puck ließen die Beamten durch. Sie wollte zu ihrem Haus direkt gegenüber dem Bahnhof. Die Einfahrt allerdings versperrten die Demonstranten. Wütend war die 59 Jahre alte Potsdamerin nicht: „Ich habe Verständnis für die Lehrer. Wie sollen sie sonst für ihre Sache kämpfen?“ Mit rund einer Stunde Wartezeit rechnete sie noch.

16 Uhr Breite Straße: Nicht ganz so viel Geduld hatte Ulrich Fromm. Der 55-Jährige stand mit seinem Moped schon eine halbe Stunde im Stau. Jetzt nahm er die Sache in die Hand und schob sein Zweirad auf dem Bürgersteig an den wartenden Autos vorbei. Verständnis für den Protest hatte aber auch er: „Man muss das ertragen. Wenn es einen selbst betrifft, streikt man ja auch.“

16.30 Uhr Breite Straße/Ecke Zeppelinstraße: Laut Polizei brauchten die Autofahrer hier am längsten, um sich ihren Weg durch die Stadt zu bahnen. Im Schneckentempo zogen die Demonstranten zur Abschlusskundgebung auf dem Luisenplatz.

16.45 Uhr Hauptbahnhof: Günther Zschemisch war auf die Tram umgestiegen, auch wenn diese verspätet eintraf. Rund 25 Minuten später kamen die Bahnen, so Stefan Klotz, Sprecher der Verkehrsbetriebe. Die Busse waren 30 bis 50 Minuten zu spät, nach 17 Uhr gab es auch Ausfälle.

18 Uhr Breite Straße: Die ersten der 154 Reisebusse mit Lehrern und Polizisten machten sich auf den Heimweg. Noch eine letzte Schlange, dann ging es in Potsdam wieder vorwärts. (Von Meike Jänike und Sofia Dreisbach)

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