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Potsdam Stadt und Kreis erfassen Autokennzeichen
Lokales Potsdam Stadt und Kreis erfassen Autokennzeichen
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21:17 09.10.2016
24 Stunden lang werden in der Region Kennzeichen erfasst. Quelle: Foto: C.K.
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Potsdam

Die Landeshauptstadt Potsdam und der Landkreis Potsdam-Mittelmark lassen die Verkehrsströme in Potsdam und den angrenzenden Gebieten untersuchen. Bei dem gemeinsamen Projekt werden am Dienstag von 0 bis 24 Uhr an den Stadtgrenzen sowie auf der Langen Brücke und der Humboldtbrücke alle Fahrzeuge und deren Kennzeichen mittels Videokamera erfasst. Die Daten werden sofort elektronisch verschlüsselt und statistisch analysiert, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Wesentliches Ziel sei die Untersuchung des Pendlerverkehrsaufkommens zwischen der Landeshauptstadt und dem angrenzenden Landkreis. Zudem werde der Quell- und Zielverkehr sowie der Durchgangsverkehr Potsdams analysiert. An den 15 Messstellen in Potsdam und neun in Potsdam-Mittelmark wird zudem die gesamte Verkehrsbelastung an den jeweiligen Straßenabschnitten erfasst.

Das Bildmaterial wird unscharf gemacht

Es ist nach 2011 das zweite Mal, dass eine sogenannte Kordonerhebung stattfindet, um die regionalen Verkehrsströme zu analysieren. Das Vorhaben sei mit dem verantwortlichen Datenschutzbeauftragten abgestimmt, betont die Stadtverwaltung. Technisch sei sichergestellt, dass die Nummernschilder der Fahrzeugführer erfasst, elektronisch in Echtzeit verschlüsselt und das Auto samt Personen unkenntlich gemacht wird. Somit könne der Fahrzeughalter nicht ermittelt werden. Zusätzlich wird das Bildmaterial unscharf maskiert, so dass einzig unterschieden werden kann, ob es sich um einen Pkw, Lkw oder Bus handelt.

„Die neuen Daten dienen später als Grundlage der künftigen Verkehrsplanung, insbesondere der Verbesserung des Verkehrsangebotes zwischen Potsdam und dem Landkreis Potsdam-Mittelmark“, so Norman Niehoff, Bereichsleiter Verkehrsentwicklung im Rathaus. Zudem könne dadurch die Verkehrsentwicklung in der Region besser eingeschätzt werden. Im Rahmen der Untersuchungen finden keine Geschwindigkeitskontrollen statt. Die Firma Messtechnik Mehl erfasst die Fahrzeuge statistisch, die Firma VMZ wertet die Daten aus. Gesamtkosten für das Projekt: rund 100.000 Euro.

Von Marion Kaufmann

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