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Stadt und Träger einigen sich auf Finanzierung

Kita-Streit in Potsdam Stadt und Träger einigen sich auf Finanzierung

Seit Monaten fanden Stadt und freie Kita-Träger nicht zueinander: Es ging um die Finanzierung von dringend benötigten Kita-Neubauten. Nun gab es einige Einigung, die mehr Geld für die Träger verspricht. Am Mittwoch wollen sie dennoch auf die schwierige Betreuungssituation in der Landeshauptstadt aufmerksam machen.

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Kita-Plätze sind in Potsdam knapp.

Quelle: dpa

Potsdam. Erfolg für die freien Kita-Träger in Potsdam: Im seit Monaten schwelenden Streit um die Finanzierung von Kita-Neubauten hat die Stadt nach einem Spitzentreffen im Büro von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am Montag eingelenkt. Künftig werden die tatsächlichen Baukosten für neue Kitas zur Berechnung der Aufwandsentschädigung der Träger herangezogen. Die neue Kita-Finanzierungsrichtlinie soll nach Beschluss der Stadtverordneten am 1. Januar 2017 in Kraft treten.

Für die Träger bedeutet das, dass sie mehr Geld von der Stadt bekommen, um dringend benötigte, neue Kitas zu bauen. Die Stadt wollte ursprünglich die Abschreibungsfristen für Kitas verlängern, was eine finanzielle Mehrbelastung der Träger bedeutet hätte. Dagegen hatten die freien Träger protestiert, teils mit Klage und dem Boykott von Neubauten gedroht. Die Einigung basiert auf dem Vorschlag von Wirtschaftsprüfern, die sowohl von den Trägervertretern als auch von der Landeshauptstadt benannt wurden. „Ein weiterer zügiger Ausbau von Kitaplätzen kann nun umgesetzt werden“, so Stadtsprecher Stefan Schulz. Auch Angela Basekow, Bezirkschefin der Arbeiterwohlfahrt (Awo) zeigte sich erfreut über die Einigung. Neben der Awo hatten Vertreter von Fröbel, des Evangelisches Jugend- und Fürsorgewerks (EJF), des Landessportbunds, des Paritätischer Wohlfahrtsverband und von Independent Living an dem Treffen mit Vertretern des Jugendamts teilgenommen. Hintergrund für den Dauerstreit ist die große Nachfrage nach Kita-Plätzen in Potsdam. Die Träger haben schon jetzt Mühe, für alle Kinder, die einen gesetzlichen Betreuungsanspruch haben, einen Platz zur Verfügung zu stellen. Ohne neue Kitas kann die weiter wachsende Landeshauptstadt künftig den Rechtsanspruch nicht mehr erfüllen. Anders als die meisten anderen Kommunen hat Potsdam sämtliche Betreuungseinrichtungen in die Hand freier Träger gegeben, die von der Stadt eine Aufwandsentschädigung erhalten.

Erzieher und Eltern demonstrieren am Mittwoch

Um auf die schwierige Betreuungssituation und die Personalnot in Potsdamer Kitas aufmerksam zu machen, haben eine Elterninitiative und die Träger Awo, Fröbel, Oberlinhaus und EJF für Mittwoch um 16.30 Uhr zu einer Demonstration vor dem Rathaus aufgerufen. Einige Kitas schließen früher, damit die Erzieherinnen an der Kundgebung direkt vor Beginn der Stadtverordnetenversammlung teilnehmen können.

Von Marion Kaufmann

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