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Stadt weist Manöverkritik der Linken zurück

Modellversuch Zeppelinstraße in Potsdam Stadt weist Manöverkritik der Linken zurück

Im Streit um den Modellversuch zur Verkehrsreduzierung auf der Zeppelinstraße hat das Potsdamer Rathaus Manöverkritik der Linken zurück gewiesen. Unbeantwortet blieb in der Antwort auf eine kleine Anfrage des Politikers Ralf Jäkel die Frage nach den wirtschaftlichen Folgen für die Verkehrsteilnehmer, die von dem künstlich verstärkten Dauerstau betroffen sind.

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Stau in der Zeppelinstraße Potsdam.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Das Rathaus hat Manöverkritik der Linken zu dem seit einem Monat laufenden Modellversuch zur Verkehrsreduzierung auf der Zeppelinstraße zurück gewiesen. Der Vorsitzende des Bauausschusses, Ralf Jäkel (Linke), hatte in einer kleinen Anfrage festgestellt, dass „verschiedene Teilaspekte“ des auf mindestens sechs Monate angelegten Versuchs „bis heute ungeklärt“ seien.

Jäkel nannte in seiner Ende Juli gestellten Anfrage etwa die Ermittlung der Schadstoffemission unter Einrechnung des Verkehrs, der aus der eingeengten Zeppelinstraße auf Nachbarstraßen ausweicht, und wirtschaftliche Folgen durch den staubedingten Zeitverlust für öffentlichen und Individualverkehr.

Die Stadt erklärte in ihrer jetzt veröffentlichten Antwort, von Jäkel „aufgezeigte Auswirkungen“ könnten wenige Wochen nach dem Beginn des Versuchs „nicht objektiv bewertet werden“: „Objektive Aussagen“ und eine „abschließende Bewertung“ seien „erst nach dem mindestens sechsmonatigen Versuchsverlauf möglich.“

Mitgeteilt wurde, dass zur Ermittlung erhöhter Schadstoffbelastung in Nachbarstraßen durch ausweichenden Verkehr keine zusätzlichen Messstationen nötig seien. Kern des Versuchs ist die Ermittlung von Kraftfahrzeug- und Fahrradverkehr sowie Reisezeiten über „Dauerzählstellen“ in der Zeppelinstraße sowie an Ausweichstrecken wie der Geschwister-Scholl-Straße, dem Werderschen Damm, der Kaiser-Friedrich-Straße und der Maulbeerallee.

Die Luftqualität werde auf Basis der Messstelle an der Zeppelinstraße sowie über „Modellrechnungen für das gesamte umliegende Straßennetz“ ermittelt.

Moniert hatte Jäkel einen „Messfehler“ im Zusammenhang mit dem unveränderten Standort der Messstation, die durch einen neu angelegten Fahrradstreifen weiter vom Autoverkehr entfernt sei als bisher. Die Stadt entgegnete, „ein zu kompensierender Messfehler“ liege „nicht vor“. Schließlich führe der größere Abstand der Fahrspur auch „zu einer Verbesserung der Luftsituation auf den Gehwegen und der angrenzenden Bebauung“.

Unbeantwortet blieb Jäkels Frage nach den wirtschaftlichen Folgen des künstlich erzeugten Staus für die Verkehrsteilnehmer. Hauptkriterium sei die Einhaltung gesetzlich vorgeschriebener Grenzwerte für Gesundheit und Sicherheit.

Von Volker Oelschläger

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