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Potsdam Stadt will Entenkükensterben beenden, sofort
Lokales Potsdam Stadt will Entenkükensterben beenden, sofort
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19:06 31.05.2018
Seit Jahren sterben am Hirtengraben Entenküken, wenn der Teich überläuft. Quelle: Foto: Schüler
Kirchsteigfeld

Plötzlich hat die Stadt es richtig eilig: Nachdem Anwohner des Hirtengrabens im Kirchsteigfeld die Presse über das alljährliche Entenkükensterben an einem bewehrten Teichabfluss informiert haben, verspricht die Naturschutzbehörde einen „sofortigen Schutz der in das Wehr gelangenden Entenküken“ – und sei er provisorisch.

Das war er im letzten Jahr schon mal, als der Potsdamer Naturschutzbund-Chef Wolfgang Pohl mit seinem Schwager ein Brett mit Löchern bastelte, durch das nach Starkregen das Wasser des Ententeiches in den viel tiefer liegenden Hirtengraben abfließen konnte, ohne die noch schwachen Entenküken über ein kammartiges eisernes Wehr zu spülen. Doch Unbekannte bauten das Brett wieder ab; und erneut stürzten Küken in die Tiefe und kamen nicht wieder hinauf zu den verzweifelten Elterntieren. Die meisten Küken starben im Betonrohr des Teichabflusses und kamen nicht auf die „Idee“, in den Graben zu schwimmen, wo die Eltern sie wieder hätten abholen können.

Wenn nach starkem Regen der Ententeich des Kirchsteigfeldes überfließt, reißen die Wassermassen im Frühjahr Entenküken über ein Gitterwehr zwischen dem höher gelegenen Teich und dem tieferen Hirtengraben. Die Küken kommen den Absturzweg nicht mehr zurück zu ihren Eltern und sterben an Entkräftung.

Pohl und mehrere Anwohner verdächtigen den Wasser- und Bodenverband Nuthe-Nieplitz, das rettende Brett demontiert zu haben, doch der weist alle Schuld zurück, hat laut Anwohnern jedoch erklärt, das Brett stelle eine unerlaubte bauliche Veränderung des Wehres dar. Trotzdem hat die Stadt nun die Anwohner gebeten, wieder ein Lochbrett oder eine kleine Rampe am Wehr anzubringen und nach der Jungenaufzucht – spätestens nach vier Wochen – zu entfernen. Noch im Juni will man vor Ort mit den Anwohnern, dem Nabu und dem Wasser-Verband eine dauerhafte Lösung finden.

Von Rainer Schüler

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