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Stadt zeichnet Integrationsinitiativen aus

Potsdam Stadt zeichnet Integrationsinitiativen aus

Ob in der Nachbarschaft, im Judoclub oder in der Beratungsstelle der Fachhochschule: Integration von Menschen, die geflohen sind, ist überall möglich. Es braucht nur den Willen und eine gute Ideen. Einige von ihnen bekamen nun den Integrationspreis der Stadt Potsdam. Der erste Preis ging an die Fachhochschule.

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Vera Kirschesch (l.) und Heike Roth nahmen den Preis für die FH entgegen.

Quelle: Christel Köster

Schiffbauergasse. Menschen bei ihrem neuen Leben in einem fremden Land helfen. Das machen in Deutschland zahllos Bürger in zumeist ehrenamtlicher Arbeit. Sie wollen im Alltag unterstützen, Halt geben in einer Umgebung, die häufig mit ihrer Bürokratie überfordert. Oder sie wollen einfach nur da sein, wenn ein Freund gebraucht wird.

Die Stadt Potsdam unterstützt dieses Engagement. Seit zwölf Jahren schon verleiht sie den Integrationspreis an hilfsbereite Potsdamer, die sich Gedanken um Möglichkeiten der Integration machen und diese auch umsetzen. Am Sonntag war es wieder so weit. Drei Initiativen erhielten in der Reithalle A des Hans-Otto-Theaters den Integrationspreis. Zudem gab es einen Sonderpreis.

Im Jahr 2005 initiierten Mitglieder des damaligen Ausländerbeirates den Preis. Damals lag das Preisgeld bei 1000 Euro. In diesem Jahr erhöhte es die Stadt auf 2000 Euro.

Potsdamer Träger , Vereine, Initiativen, Privatpersonen, Schulen, Kindergärten, Betriebe und andere Organisationen sind aufgerufen, sich zu bewerben. In diesem Jahr waren es 24. Die Fachjury steht unter dem Vorsitz von Birgit Müller, der Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung.

Den ersten Preis bekam die Fachhochschule Potsdam mit dem Projekt „HERe! Beratungsstelle für Flüchtlinge mit Studienwunsch“. Über den zweiten Preis konnte sich gleich eine ganze Gruppe freuen. Der Awo Bezirksverband Potsdam, der Verein Flüchtlingshilfe Babelsberg und der Verein „Start with a friend“ hatten die Jury mit ihrem Projekt überzeugt, Patenschaften und Tandempartnerschaften zwischen Geflüchteten und Ehrenamtlern zu vermitteln und zu begleiten. Der dritte Preis ging an den Universitäts Judo- und Kampfsportclub mit seinem Projekt „Wir kämpfen gemeinsam“, in dem geflüchtete Kinder mit Potsdamern trainieren und nach dem Training Nachhilfe für die Schule bekommen. Den „Sonderpreis Nachbarschaft“ erhielt die Bürgerstiftung Potsdam mit dem Projekt „Buntes Essen – Begegnung in der Suppenküche“. Insgesamt ist der Preis mit 2000 Euro dotiert. 24 Initiativen hatten Bewerbungen eingereicht. Alle wurden in Kurzfilmen vorgestellt, die in Kooperation mit dem Audiovisuellen Zentrum der Universität Potsdam entstanden.

Die Engagierten bekamen den Preis von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), der Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Birgit Müller (Linke), sowie der Vorsitzenden des Migrantenbeirates, Diana González Olivo, überreicht. „Bei der Aufnahme und Integration der Menschen, die in den vergangenen Jahren aus Kriegs- und Krisengebieten geflohen sind, zeigen die Potsdamer viel Herz und Tatkraft“, sagte Jakobs. „Ein Engagement, das vor dem Hintergrund der letzten Bundestagswahl nicht hoch genug geschätzt werden kann.“

Von Annika Jensen

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