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„Stadtruhe“ mit erstem Album im Waschhaus

Band aus Potsdam „Stadtruhe“ mit erstem Album im Waschhaus

„Stadtruhe“ ist eine junge Band aus Potsdam, die gerade ihr erstes Album herausgebracht hat. Am Samstag (20 Uhr) wird dies mit einer Record-Release-Party im Waschhaus gefeiert. Im MAZ-Interview spricht Gitarrist Thomas Paelecke darüber, wie die Arbeit am Album lief und was die Zuhörer erwartet.

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Jan (Gitarre), Franzi (Bass), Laura (Gesang), Vico (Schlagzeug) und Thomas (Gitarre, v. l.) von der Band „Stadtruhe“.

Quelle: promo

Potsdam. Die Potsdamer Band „Stadtruhe“, das sind Laura, Thomas, Franzi, Jan und Vico. Anfang November ist ihr erstes Album „Selfies von gestern Nacht“ erscheinen. Genau einen Monat später wird die Veröffentlichung am Sonnabend mit einem Konzert im Waschhaus gebührend gefeiert. Gitarrist Thomas Paelecke erklärt, wie lange es von der ersten Idee zum fertigen Album gedauert hat und was die Zuhörer erwartet.

Wie war das Gefühl, das erste Album zum ersten Mal in den Händen zu halten?

Das Gefühl war großartig. Man packt das Album aus, betrachtet es sich ganz genau und bekommt das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Was für den Außenstehenden am Ende „bloß“ eine CD ist, war für uns ein langer Weg des Planens, Schaffens und Wartens. Das Album jetzt in der Hand halten zu können, bedeutet, dass es nicht umsonst war.

Von den Songideen zum fertigen Album dauert es ja. Wie lang war das bei euch?

Wir haben etwa ein Jahr an dem Album gearbeitet. In dieser Zeit wurden Songs geschrieben und voraufgenommen. Mit diesem Material sind wir dann ins Studio nach Berlin gegangen und haben mit den Aufnahmen begonnen. Einige Kleinigkeiten in der Musik haben sich dann auch erst dort entwickelt.

Wie seid ihr auf den Albumtitel „Selfies von gestern Nacht“ gekommen?

Der Albumtitel bezieht sich auf den gleichnamigen Titelsong und ist die logische Weiterführung einer Geschichte, die wir bereits in unserer ersten EP „#KeinMorgenMehr“ erzählt haben. Ging es dort noch darum, die Nacht zum Tag zu machen und sein Leben zu genießen, stellt „Selfies von gestern Nacht“ das Erinnern an eine schöne Zeit dar. Manchmal verschwimmen diese Erinnerungen aufgrund der Intensität einer Nacht etwas. Da sind wir sehr dankbar dafür, dass uns die kleinen Selbstaufnahmen wieder zurück in den Abend führen können. Sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer Generation, den wir unbedingt im Titel festhalten mussten.

In euren Songs geht es ums Feiern, Freundschaft, Liebe. Wie läuft der Schreibprozess denn bei euch ab, kommt einer mit einer Idee und alle arbeiten daran?

Grundsätzlich schreiben Laura und ich die Songtexte. Die Instrumentierung gestalten wir dann alle gemeinsam, so dass jeder seinen Senf dazu geben kann. Manchmal hat ein Bandmitglied eine Grundidee für eine Melodie im Kopf, die er oder sie den anderen zeigen möchte oder auch ein Thema, dass ihm wichtig ist. Bis zu einem fertigen Song kann es dann ein paar Wochen dauern, da zumeist jeder noch irgendeinen Einfall unterbringen möchte.

Bei „Alles auf Anfang“ habt ihr Max Gierscher von „Lennox“ aus Werder ins Boot geholt. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Wir hatten den Wunsch, einen Song zu schreiben, in dem Laura mit einer männlichen Stimme in ein Duett tritt. Während einer Veranstaltung haben wir dann Max hören können und waren sofort begeistert. Wir fragten gleich an, ob er sich ein gemeinsames Projekt vorstellen könne und er sagte zu. Lustigerweise war zu diesem Zeitpunkt noch nicht eine Zeile Text oder Melodie geschrieben. Erst bei einer gemeinsamen S-Bahnfahrt samt Gitarre sprühten die Ideen plötzlich so aus uns heraus. Ein bisschen persönliche Geschichte auf der eine Seite, ein bisschen Gitarrengeklimper auf der anderen und „Alles auf Anfang“ war geboren.

Ihr spielt seit 2014 in dieser Besetzung. Ist die Album-Veröffentlichung für euch das Highlight der Bandgeschichte oder gab es da andere Sachen?

Als wir damals die EP „#KeinMorgenMehr“ veröffentlicht hatten, wussten wir, dass wir mehr wollen. Unser persönliches Highlight ist, neben dem Album, die gemeinsame Zeit im Studio, die uns gezeigt hat, was wir zu leisten fähig sind und dass wir uns kreativ aufeinander verlassen können.

Ihr habt dieses Jahr ja schon öfter in Potsdam gespielt. Seid ihr vor der Record-Release-Party trotzdem anders aufgeregt?

Wir sind nervös, aufgeregt und so vieles mehr. Wir freuen uns auf diesen Abend seit vor vier Monaten die Planung dafür begonnen hat. Für die Show ist einiges geplant und wir hoffen natürlich, dass alles so funktioniert, wie wir es uns vorstellen. Soviel sei verraten: Der Abend wird eine kleine Reise durch die Vergangenheit der Band.

Von Friedricke Steemann

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