Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Stadtschloss weiter ohne Attikafiguren
Lokales Potsdam Stadtschloss weiter ohne Attikafiguren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:20 17.06.2015
Das Landtagsschloss könnte noch prachtvoller sein: mit den Attikafiguren. Quelle: dpa
Potsdam

Die für diesen Monat geplante Rückkehr der ersten Attikafiguren auf das Potsdamer Landtagsschloss verzögert sich. Grund sei die langwierige und aufwendige Bearbeitung der Bauanträge für die Aufstellung der Figuren auf dem Dach, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Vereins Potsdamer Stadtschloss, Hans-Joachim Kuke. Wann die Figuren kommen, sei völlig offen

Landtagsdirektor Detlef Voigt hatte im März im Parlament erklärt, dass im Juni der fünf Tonnen schwere Herkules und der Jüngling auf dem westlichen Kopfbau platziert werden könnten. Im Herbst sollten dann die sitzenden Frauenfiguren Ariadne und Hygieia auf dem östlichen Kopfbau folgen.

Der Verein Potsdamer Stadtschloss muss alle Kosten für die Restaurierung der Figuren selbst stemmen. Denn das Land beteiligt sich daran nicht. Allein die Fertigstellung der ersten acht Figuren hat 300 000 Euro gekostet, hinzu kommen mindestens 6000 Euro pro Figur für die Platzierung auf den Dachgesimsen.

Geschaffen im 18. Jahrhundert

Geschaffen wurden die an die Antike angelehnten, überlebensgroßen Skulpturen Mitte des 18. Jahrhunderts. Auf dem historischen Stadtschloss standen insgesamt 76 Skulpturen.

1966 kamen die Attika-Figuren von Potsdam nach Berlin auf die Humboldt-Universität. Grundlage war ein Leihvertrag, der zwischen der DDR-Schlösserstiftung und der Humboldt-Universität geschlossen wurde.

Befürworter der Rückhol-Aktion verweisen unter anderem auf die „Charta von Venedig”, die als zentrale und international anerkannte Richtlinie in der Denkmalpflege gilt. In ihr heißt es: „Werke der Bildhauerei, der Malerei oder der dekorativen Ausstattung, die integraler Bestandteil eines Denkmals sind, dürfen von ihm nicht getrennt werden; es sei denn, diese Maßnahme ist die einzige Möglichkeit, deren Erhaltung zu sichern.”

„Im gerade beschlossenen Doppelhaushalt für 2015/2016 gibt es für die Aufstellung der Figuren kein Geld“, bestätigte Landtagssprecher Rainer Liesegang. Pikant ist dabei: Sobald sie auf dem Parlamentsbau stehen, gehen die Figuren in das Eigentum des Landtags über, weil sie dann Teil des Gebäudes seien, sagte Liesegang. Der Landtag habe großes Interesse an der Rückkehr des Dachschmucks.

Auf dem historischen Stadtschloss hat es ursprünglich 70 Attikafiguren gegeben. Nach der Sprengung der Schlossruine im Jahr 1960 wurden die Figuren teils mit Trümmern eingegraben oder eingelagert.

Einige erhaltene Figuren befinden sich heute als Leihgaben auf Dachgesimsen der Berliner Humboldt-Universität. Ihr Schicksal ist nach wie vor ungeklärt

Von MAZ-online

Potsdam Potsdamer Förderverein hält aber an Rekonstruktion des historischen Wasserlaufs fest - Einkaufsmeile unter dem Stadtkanal abgesagt

Der Förderverein für die Wiederherstellung des Potsdamer Stadtkanals will die Einrichtung eines unterirdischen Einkaufstempels als Finanzquelle für die Komplettrekonstruktion des Kanals nicht mehr weiter verfolgen. Der Verein will aber weiter um Spenden und Sponsoren werben.

20.06.2015
Kultur Lüül und Band auf Haveltour - Sich richtig treiben lassen

Lüül, einer der Protagonisten der 17 Hippies aus Berlin, schippert samt Band auf einem Solarfloß über die Havelgewässer. Zu seinem Reisegepäck gehört das aktuelle Album „Wanderjahre“, das im Wesentlichen im Fläming entstand. Zum Auftakt der Tour gehen Lüül und Co. am Sonntag bei der Fete de la Musique an der Bühne der Fabrik in Potsdam an Land.

19.06.2015
Potsdam Dauercamper auf dem Rückzug - Hightechcamping in Potsdam der letzte Schrei

Es gibt die Idylle der Dauercamper noch, doch Gast-Camper mit hochpreisigen Wohnmobilen drängen immer stärker auf die Campingplätze an der Havel. Das Angebot auf den Plätzen wird immer besser und hat zuweilen schon Hotelniveau erreicht. Nicht allen Campern sagt das zu.

19.06.2015