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Stadtwerke Potsdam kürzen beim Spitzensport

Sportförderung Stadtwerke Potsdam kürzen beim Spitzensport

Das Sponsoring-Engagement der Stadtwerke Potsdam soll breiter verteilt werden. Dem Fußball-Regionalligisten SV Babelsberg 03 drohen dadurch wohl starke Einbußen, die für den Verein so nicht abzusehen waren. Andere Vereine dagegen sollen mehr Geld bekommen.

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Babelsbergs Vereinschef Archibald Horlitz (r.).

Quelle: Jan Kuppert

Potsdam. Den Fußball-Regionalligisten SV Babelsberg 03 traf die Nachricht über ein wahrscheinlich vermindertes Sponsoren-Engagement der Stadtwerke Potsdam völlig überraschend. „Es gab zuvor keinerlei Fingerzeig. Da wir weit in den Planungen für die neue Saison sind, ist das schwierig für uns. Das wirft unsere Planung völlig über den Haufen“, erklärte Babelsbergs Vereinsvorsitzender Archibald Horlitz.

In den vergangenen Jahren hätten die Kicker rund 200 000 Euro Sponsorenleistungen erhalten. Diese sollen jetzt auf 130 000 Euro zurückgeschraubt werden. Mit der gleichen Summe sollen zukünftig jeweils auch Volleyball-Bundesligist SC Potsdam und die Erstliga-Fußballerinnen des 1. FFC Turbine Potsdam bedacht werden. Insgesamt wollen sich die Stadtwerke mit Blick auf ihr Sponsoring-Engagement breiter aufstellen. „85 Prozent des Gesamtetats ging bisher in den Sport. Kultur, Bildung, Soziales machten nur 15 Prozent aus. Ökosponsoring gab es noch nicht. Hier wollen wir mit einem neuen Konzept eine stärkere Ausgewogenheit herstellen. Frühere Kundenbefragungen rechtfertigen dies, denn hier wurde ein stärkeres Engagement im Bereich Bildung und Soziales ebenso gewünscht, wie eine Reduzierung der Privilegierung des Spitzensportes im Vergleich zum Breitensport“, erklärt das Unternehmen.

Turbine und SC Potsdam halten sich bedeckt

Mit Blick auf Babelsberg 03, wo die größten Einschnitte drohen, heißt es: „Unabhängig von den Sponsoringleistungen der Vergangenheit kann kein Empfänger solcher Leistungen grundsätzlich davon ausgehen, dass diese Leistungen zukünftig jährlich unverändert, quasi mit Rechtsanspruch wiederholt werden. Deshalb kann hier auch niemand überrascht sein.“

SVB-Chef Horlitz zeigt sich dennoch optimistisch, dass beide Parteien eine gute Lösung finden. „Wir bringen da jetzt keine Hektik rein“, betont Horlitz, sagt aber auch, dass ihm im Fall der Fälle für weitere kurzfristigen Einsparungen beim Viertligisten „jegliche Fantasie fehlt“.

Bei Turbine Potsdam und dem SC Potsdam übte man sich mit Blick auf veränderte Sponsorenleistungen in Zurückhaltung. „Wir befinden uns derzeit noch in vertraulichen Vertragsverhandlungen und kommentieren das nicht. Eine Gleichbehandlung der großen Sportvereine in Potsdam begrüße ich aber“, sagt SCP-Vereinschef Torsten Bork. Turbine-Präsident Rolf Kutzmutz meint: „Wir haben keinen neuen Vertrag mit den Stadtwerken. Die aktuelle Vereinbarung läuft noch bis zum Saisonende. Wir befinden uns in Gesprächen.“ Summen wollte er nicht kommentieren.

Von Mirko Jablonowski

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