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Stadtwerke-Skandal: Eigenmächtiges Top-Gehalt

Von 50.000 auf 100.000 pro Jahr Stadtwerke-Skandal: Eigenmächtiges Top-Gehalt

Neuer Skandal bei den Stadtwerken in der Landeshauptstadt: Als Chefs der Stadtentsorgung in Potsdam sollen Holger Neumann und Enrico Munder eigenmächtig einer Mitarbeiterin ein Top-Gehalt bezahlt haben. Die Stadtwerke haben nun eine Untersuchung eingeleitet und eine Nachrichtensperre verkündet.

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Beurlaubt: Geschäftsführer Enrico Munder (l.) und Holger Neumann.

Quelle: MAZ

Potsdam. Der Landeshauptstadt könnte ein neuer Stadtwerke-Skandal blühen. Wie am Montag bekannt wurde, sind zwei Geschäftsführer von zwei Tochterunternehmen des Stadtwerke-Verbundes „kurzfristig“ freigestellt worden. Am späten Nachmittag informierte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) die erst knapp zuvor eingeladenen Fraktionsvorsitzenden. In einer äußerst knapp gehaltenen Pressemitteilung wurden weder die Namen der beiden freigestellten Geschäftsführer genannt noch der konkrete Sachverhalt, der zu dem Schritt geführt hatte.

Arbeitsvertrag für Mitarbeiterin – ohne Gesellschafterbeschluss

Nach Informationen der MAZ handelt es sich um Enrico Munder, der als Geschäftsführer der Stadtentsorgung Potsdam (Step) tätig ist, und um Holger Neumann, der den Geschäftsführerposten bei der Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP) inne hat. Beide waren bis Februar 2015 gemeinsam Geschäftsführer der Stadtentsorgung.

Hinsichtlich der Hintergründe hielt man sich am Montag mehr als bedeckt. Nur soviel: Mit der Freistellung solle „eine detaillierte und unbeeinflusste Aufklärung über Sachverhalte ermöglicht werden, die in einer Sonderprüfung im Zusammenhang mit der früheren Geschäftsführertätigkeit der Betroffenen bei der Stadtentsorgung Potsdam (Step) Fragen ausgelöst haben“, heißt es in der Pressemitteilung. Dem Vernehmen nach stehen Munder und Neumann wegen eigenmächtigen Vorgehens in der Kritik. So sollen die beiden einen sehr hoch dotierten Arbeitsvertrag einer Mitarbeiterin unterschrieben haben, ohne dazu durch einen Gesellschafterbeschluss ermächtigt gewesen zu sein. Dieser ist ab einem Gehalt von 60.000 Euro jährlich notwendig. In dem Fall der Step-Mitarbeiterin sollen die Bezüge von anfänglich 50.000 Euro auf über 100.000 Euro angestiegen sein. Die Frau, die für die Vergabe von Aufträgen bei der Step zuständig gewesen sein soll, sei 2015 von ihrer Tätigkeit freigestellt worden.

„Keine weiteren Informationen werden veröffentlicht“

Die Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtentsorgung, Sozialdezernentin Elona Müller-Preinesberger (parteilos), sowie der Geschäftsführer der Stadtwerke, Wilfried Böhme, betonten am Montag, „dass eine Rückkehr der Geschäftsführer nach Abschluss der Prüfungen möglich bleibt“. Die Presseabteilung der Stadtwerke erklärte auf Nachfrage, dass keine weiteren Informationen veröffentlicht werden.

(In einer früheren Version des Artikels hatten wir ein Foto veröffentlicht, auf dem nicht Enrico Munder, sondern Burkhardt Greiff zu sehen war. Wir haben das Foto ausgetauscht.)

Von Ildiko Röd

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