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Stadtwerke mauern in Konzern-Affäre

Strittiger Werkvertrag bei der EWP Stadtwerke mauern in Konzern-Affäre

Der Vorwurf lautet Vetternwirtschaft. Hat Stadtwerke-Geschäftsführer Wilfried Böhme einen strittigen Vertrag mit seinem Schwager geschlossen – und das nun selbst zur Überprüfung dem Finanzamt gemeldet? Stadtwerke und Stadtspitze schweigen weiter in der Affäre, die jeden Tag neue Kreise zieht.

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Ob Jann Jakobs (SPD, l.) und EWP-Geschäftsführer Wilfried Böhme.

Potsdam. In der Stadtwerke-Affäre geraten die kommunale Holding und die Stadtspitze immer mehr in die Defensive. Auch am Mittwoch ließen die Stadtwerke Fragen nach einem umstrittenen Werkvertrag zwischen der Stadtwerketochter EWP und einer Bauschlosserei, die dem Schwager von Stadtwerke- und EWP-Chef Wilfried Böhme gehören soll, unbeantwortet. Wie berichtet, soll Böhme selbst den Vorgang dem Finanzamt zur nachträglichen Prüfung wegen möglicher Scheinselbstständigkeit vorgelegt haben.

Die Fragen beträfen „einen Komplex, der derzeit intern überprüft wird“, sagte Stadtwerkesprecher Stefan Klotz nur. Und: „Wir werden uns zu gegebener Zeit äußern.“ Stadtsprecher Stefan Schulz wiederum verwies auf den Stadtwerkesprecher. Das Potsdamer Finanzministerium könne sich wegen der Schweigepflicht in Steuerangelegenheiten nicht äußern, so Sprecherin Ingrid Mattern.

Der strittige Werkvertrag soll zwischen 2011 und Mitte 2015 bestanden haben und war nun, im Zuge der Affäre um überhöhte Zahlungen an eine Ex-Prokuristin der Stadtwerke-Tochter Step, ruchbar geworden.

Staatsanwaltschaft hat Zwischenberichte auf dem Tisch

Die Zwischenberichte zu diesem Vorgang, der zwei Geschäftsführer von Step und EWP betrifft, seien am Dienstag eingetroffen, sagte der Sprecher der Potsdamer Staatsanwaltschaft, Benedikt Welfens, am Mittwoch. „Wir werden die Berichte nun sorgfältig prüfen.“ Die Anklagebehörde prüft von Amts wegen, ob Ermittlungen wegen Untreue aufgenommen werden.

Von Marion Kaufmann

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