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Potsdam Das Stadtwerkefest wird eingezäunt
Lokales Potsdam Das Stadtwerkefest wird eingezäunt
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17:14 05.07.2018
Die mächtigen Betonblöcke waren bereits im vergangenen Jahr an der Breiten Straße aufgebaut – nun wird das gesamte Gelände zusätzlich eingezäunt. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Innenstadt

Das 18. Stadtwerkefest macht die Schotten dicht: Erstmals in der Geschichte der Riesenparty wird das Veranstaltungsgelände eingezäunt. Das hatte Stadtwerkegeschäftsführer Horst Müller-Zinsius im vergangenen Jahr noch ausgeschlossen. Der Lustgarten, sagte er damals, werde „kein hermetisch abgeriegeltes Gelände“ – das sei weder erwünscht noch möglich: „Allein schon wegen der Fluchtmöglichkeiten.“

Ein Bollwerk, in das die Besucher einzeln eintreten

Ein Jahr später ist das Sicherheitskonzept für Potsdams größte Umsonst-und-draußen-Party doch strenger. 2017 waren es mit Bauschutt gefüllte Step-Container und mannshohe, tonnenschwere Antiterrorsperren, die das Festgelände zur Breiten Straße hin abschirmten. Zu diesem Bollwerk kommen nun ein lückenloser Bauzaun und Sicherheitsschleusen hinzu. Der Einlass auf das Gelände erfolgt dann zwar nach wie vor über die drei bekannten Eingänge am Casino, an der Fußgängerampel zum Steubenplatz sowie zwischen Mercure und Neptunbecken.

Auf diese drei Eingänge sind jetzt aber 26 Schleusen verteilt, in die die Besucher einzeln eintreten – an jeder Schleuse führen je zwei Sicherheitskräfte Kontrollen durch. Wie bereits im vergangenen Jahr kommen zudem Videokameras zum Einsatz, die das Geschehen von drei Masten und der Bühne aus direkt in die Security-Zentrale übertragen. „Wir haben keine Angst, sind aber gut beraten, das Thema Sicherheit nicht zu unterschätzen“, sagt Horst Müller-Zinsius. „Wir wollen uns im Fall der Fälle nicht im Nachhinein fragen lassen: ,Warum habt Ihr nicht dran gedacht?’“

Stadtwerkefest ist ein Publikumsmagnet. Am Freitag werden etwa 10000 Klassikfans erwartet, am Samstag gar 35000 Feierlustige. Quelle: Detlev Scheerbarth

Wegen der Einfriedung ist der Festplatz auf 30 000 Menschen begrenzt. „Die Besucher, die das Gelände betreten oder verlassen, werden an den Zugängen gezählt und die Daten in die Zentrale geleitet“, so Stadtwerkefest-Veranstaltungsleiter Göran Böhm. Das Personal wisse zu jedem Zeitpunkt, wie viele Menschen sich auf dem Areal befinden: „Ist die Kapazität erschöpft, kommt niemand mehr auf den Platz.“ Daher sei bei großem Andrang mit Wartezeiten zu rechnen.

100.000 Euro für die Sicherheit

Neun Fluchttüren sollen garantieren, dass – „egal aus welchem Grund“ – die Masse den Lustgarten auch wieder schnell und geordnet räumen kann. Die Türen sind markiert, auch bei Stromausfall beleuchtet und mit Personal besetzt, so Müller-Zinsius. Das Budget für die Sicherheit beläuft sich laut Stadtwerke-Chef auf 100 000 Euro.

Sicherheitshinweise fürs Stadtwerkefest

Der Einlass erfolgt ohne Tickets und kostenfrei. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren erhalten Zutritt nur in Begleitung Erziehungsberechtigter.

Verboten sind u.a. Taschen, die größer sind als DIN-A4-Format, Dosen, Flaschen und andere Glasbehälter, Pyrotechnik, Waffen, sperrige Gegenstände wie Leitern, Hocker und (Klapp-)Stühle, Laserpointer, Transparente, Plakate, Fahnen, Tiere (außer Blindenhunde) und Lebensmittel (außer Baby- oder ärztlich verordneter Spezialkost).

Die Anreise mit Bus und Bahn ist empfohlen, da Parkplätze nicht vorhanden sind. Fahrräder sind auf dem Veranstaltungsgelände ebenfalls nicht erlaubt. Am Filmmuseum und am Landtag sind zwei kostenlose Fahrradgaragen eingerichtet. nf

Von Nadine Fabian

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