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Potsdam Stalin am Nauener Tor
Lokales Potsdam Stalin am Nauener Tor
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10:08 10.03.2017
Das Nauener Tor mit Stalin-Plakat und der Losung „Vorwärts mit Stalin zum Sieg“. Quelle: Fotoclub und Angehörige
Potsdam

Junge Pioniere in weißen Kniestrümpfen zur 1.-Mai-Demonstration auf der Klement-Gottwald-Straße mit dem Plakat „Wir wollen so werden wie Juri Gagarin“. Am 12. April 1961 war der Kosmonaut als erster Mensch im All. Die Pioniere passieren gerade die Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße, „Lehnhardt“ steht auf dem Fenstersturz des Eckhauses, hinter dem Transparent „Frieden und Freundschaft mit den ...“ erkennt man die Propsteikirche Peter und Paul.

Pioniere 1961 bei der Maidemonstration vor dem Eckhaus, in dem heute das „Internationale Buch“ ist. Quelle: Fotoclub und Angehörige

Das Bild von der Maidemonstration ist eines von rund 40 historischen Motiven aus der Innenstadt, die ab Dienstag in einer Ausstellung „Unser Potsdam – gestern und heute“ im Haus der Begegnung in der Waldstadt II zu sehen sind. Ein gutes Jahr haben die zehn Mitglieder des dortigen Fotoklubs an diesem Projekt gearbeitet.

Die Idee zu dem Projekt sei Ende 2015 entstanden, berichtet Antje Tannert (63), die den Fotoklub vor fast zehn Jahren als damalige Leiterin des Hauses der Begegnung gegründet hatte. Über Monate recherchierten die Mitgliede und ihre Angehörigen in Fotokisten und -alben.

Spielemarkt vor dem Kino „Melodie“. Quelle: Fotoclub und Angehörige

Im Herbst schließlich schwärmten sie nach einer Vorauswahl mit ihren Fotoapparaten in die Innenstadt aus, um die Motive von einst mit Aufnahmen von heute abzugleichen. So entstand das Bild von der Breiten Straße mit dem Blick an der Spielbank und dem IHK-Neubau vorbei bis zu den Hiller-Brandtschen Häusern und den Hochhäusern an der Havenbucht als aktuelle Begleitung für ein Demonstrationsbild von der damaligen Wilhelm-Külz-Straße mit Fahnen in den Fenstern des Clubs der Künstler und Architekten und einer gewaltigen Baulücke vor der einstigen Bauhofstraße.

Nauener Tor in den 1980er Jahren. Quelle: Fotoclub und Angehörige

Manche Motive finden sich in der Ausstellung dreifach, darunter das Nauener Tor mit einem Bild vom Beginn der 1950er Jahre mit Stalinkopf über dem Torbogen und der Losung „Vorwärts mit Stalin zum Sieg“, einer Aufnahme aus den 1980er Jahren und einem Foto aus der Gegenwart.

Die Aufschrift Lehnhardt ist vom Fenstersturz des Hauses an der heutigen Brandenburger-/Ecke Friedrich-Ebert-Straße schon lange verschwunden. Seit Jahrzehnten ist dieses Haus Adresse des „Internationales Buchs“.

Fotoklub im Haus der Begegnung

Ausstellungseröffnung im Haus der Begegnung, Zum Teufelssee 30, im Wohngebiet Waldstadt II am Dienstag, 14. März, um 15 Uhr. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Hauses bis zum 26. April zu besichtigen.

Zur Ausstellung erscheint zum Preis von 15 Euro ein Katalog „Unser Potsdam – gestern und heute. Fotoklub im Haus der Begegnung“, der vor Ort bestellt werden kann.

An dem Projekt beteiligten sich Helga Brink, Christian Elsner, Helga Erbsmann, Bernd Fülle, Ute Haugwitz, Karl-Heinz Kessler, Roswitha und Ronald Rosenkranz, Antje Tannert und Karin Zander. Alte Bilder kamen zudem von Dietmar Tannert, Margret Scherping, Ursula Scherping und Rosemarie Schnarke.

Der Fotoklub trifft sich an jedem dritten Montag im Monat um 14 Uhr. Neue Mitstreiter sind immer gern gesehen.

Das Haus der Begegnung wurde Anfang der 1990er Jahre in der Innenstadt gegründet. 2006 zog die Einrichtung aus der Gutenbergstraße 100 in die Waldstadt II um. Mehr auf www.hausderbegegnung.de oder per Tel. 0331/270 29 26.

Von Volker Oelschläger

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