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Staudenhof in Potsdam bleibt stehen

Karten werden neu gemischt: Erhalt statt Abriss Staudenhof in Potsdam bleibt stehen

Der Staudenhof-Wohnblock am Alten Markt soll über das Jahr 2022 hinaus stehenbleiben. Ein mittelfristiger Abriss des Gebäudes mit den 182 günstigen Wohnungen und ein Neubau an gleicher Stelle wäre für die kommunale Holding Pro Potsdam "nicht zu kompensieren und außerordentlich unwirtschaftlich".

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Der umstrittene Wohnblock am Staudenhof.

Quelle: Christel Köster

Potsdam. Der Staudenhof-Wohnblock soll länger stehen bleiben. Zu diesem Ergebnis kommt eine ökonomische und städtebauliche Untersuchung des weltweit agierenden Wirtschaftsprüfungsunternehmens KPMG im Auftrag der Stadt, die der Baubeigeordnete Matthias Klipp (Bündnisgrüne) beim Polit-Frühschoppen der Linke-Stadtfraktion vorgestellt hat und nun bei allen Stadtverordneten als Mitteilungsvorlage auf den Tisch kommen.

Basierend auf diesem Bericht wolle die Linke am 7. Mai - bei der letzten Stadtverordnetensitzung vor der Kommunalwahl ‒ einen Antrag auf langfristigen Erhalt des Wohnblocks stellen, kündigte Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg an. Jetzt müsse "ordentlich Druck auf den Kessel gebracht werden", so der Politiker.

Auch nach einer energetischen Sanierung des Staudenhofs werden die Mieten sozialverträglich bleiben und "deutlich geringer" sein als nach Abriss und Neubau mit dann bis zu 13 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter, sagte Klipp. Noch sehe der Wohnblock zwar "wuchtig" aus, im Zuge der Sanierung solle das Gebäude jedoch "gefälliger" gestaltet, die "Visualisierung verbessert" werden, kündigte der Baubeigeordnete gestern an. Der KPMG-Bericht bestätigt Klipps Aussage vom Jahresanfang, ein Abriss des Staudenhofs wäre "unsozial, unökologisch und unwirtschaftlich". Dafür musste der Beigeordnete herbe Kritik seiner bündnisgrünen Stadtfraktion einstecken. Man brachte ihn wieder auf Parteilinie. Dem Staudenhof wurde eine Gnadenfrist bis zum Jahr 2022 gegeben.

Das Gebäude ist Verfechtern einer originalgetreuen Rekonstruktion der historischen Innenstadt ein massiver Dorn im Auge. Denn drei der fünf Baufelder, die nach dem 2010 beschlossenen Leitbautenkonzept entwickelt werden sollen, sind von Staudenhof und Fachhochschule (FH) blockiert. Bis Ende 2018 soll die Fachhochschule ausziehen. Klipp zufolge bleibe die FH dort nicht mehr so lange. "Es werden Alternativen geprüft." Am 12. Mai gebe es dazu ein Gespräch mit Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), Vertretern des Landes, der Fachhochschule.

Von Ricarda Nowak

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