Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Stege zur Potsdamer Innenstadt
Lokales Potsdam Stege zur Potsdamer Innenstadt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:57 24.08.2017
An dieser Treppe soll eine der beiden Anlegenmöglichkeiten für Kleinboote direkt in der Potsdamer Innenstadt gebaut werden. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Potsdam bekommt den ersten offiziellen Wasserwanderrastplatz für kleine Sportboote in Innenstadtnähe. Der Rastplatz für Kanuten und Ruderer soll am Eingang zum Kunst- und Kulturquartier Schiffbauergasse zwischen der Humboldtbrücke und der Marina gebaut werden, so Rathaussprecher Markus Klier auf MAZ-Anfrage. Neben der „gestalterischen Aufwertung des Ortes“ solle mit dem Kanurastplatz „auch dem touristischen Potenzial der Schiffbauergasse Rechnung getragen werden“, heißt es in der Antwort der Verwaltung auf eine kleine Anfrage von Peter Schultheiß (SPD).

Der Rastplatz werde mit einer Kanu-Treppe, mit Bänken und einem Papierkorb ausgestattet. Öffentliche sanitäre Einrichtungen werde es im Offizze neben der Freilichtbühne geben, dessen Erdgeschoss aktuell zum Informationszentrum für das Kunst- und Kulturquartier ausgebaut wird. Verwiesen wird in der Antwort für Schultheiß auch darauf, dass „mehrere gastronomische Angebote am Ort" vorhanden seien.

Von der Schiffbauergasse zum Alten Markt sind es für Fußgänger am Ufer entlang etwa zwei Kilometer. Das ist die offizielle Distanz des Skulpturenpfades „Walk of modern Art“, der die Quartiere miteinander verbindet. Aber auch direkt in der Innenstadt soll es erstmals eine offizielle Anlegemöglichkeit für Kleinboote geben. Laut Rathaussprecher Klier sollen an den zwei Treppen, die von der Uferpromenade an der Alten Fahrt zum Wasser hinunterführen, „Anlegestellen für muskelbetriebene Wasserfahrzeuge“ gebaut werden. Die „zeitliche Umsetzung“ sei vom Abschluss des Genehmigungsverfahrens abhängig.

Das Fehlen geeigneter Anlande-möglichkeiten für Wassersportler in Potsdam sorgt seit langem für Kritik. So bemängelte der heutige Vizepräsident des Landeskanuverbandes, Andras Zimmer, bereits vor mehreren Jahren, dass in und um Potsdam „generell geeignete Möglichkeiten zum Ein- und Aussteigen“ fehlten: Die Schiffbauergasse zum Beispiel sei mit dem Paddelboot gar nicht zu erreichen, sagte er.

Die Stadt hielt dem entgegen, dass man kaum Zugriff auf geeignete Grundstücke habe. Der einzige offizielle Wasserwanderrastplatz in Innenstadtnähe und in kommunalem Eigentum befindet sich auf dem hauptsächlich von Motorsportlern genutzten Bootsplatz Auf dem Kiewitt 33. Dort kann auch gezeltet werden, das Platzangebot ist aber begrenzt.

Ausbauen will die Stadt auch die touristische Infrastruktur für Wasserwanderer im Norden. Geprüft wird laut einer im Internet veröffentlichten „Strategieplanung zur Entwicklung des öffentlichen Raums“ die Einrichtung von Wasserwanderrastplätzen auf der Insel oder an der Birnenplantage in Neu Fahrland, am Schlosspark Marquardt und am Großen Zernsee in Golm. Die Vorlage zur Strategieplanung soll den Stadtverordneten laut Rathaussprecher Klier im September vorgestellt werden.

Von Volker Oelschläger

Hier gibt es den direkten Vergleich: Wir haben zwei Aufnahmen von Potsdams Innenstadt übereinander gelegt. Dazwischen liegen nur 20 Jahre, doch viele Veränderungen werden auf den ersten Blick sichtbar. Nehmen Sie Potsdams Mitte Meter für Meter unter die Lupe!

28.11.2017
Potsdam Kunstprojekt „Beyond the wall“ - Die andere Seite der Berliner Mauer

Anfang der 1980er Jahre filmte der West-Berliner Stefan Roloff aus der Ferne den Alltag im Todesstreifen an der Berliner Mauer. Jetzt hat er die Filmschnipsel vielfach vergrößert und nachkoloriert auf mehr als 200 Metern an die Rückseite der „East Side Gallery“ tapeziert. Das Konzept zu diesem monumentalen Wandbild stammt von der Potsdamer Bürgerrechtlerin Carola Stabe.

24.08.2017
Potsdam Geschwister-Scholl-Straße in Potsdam - Stadt sieht keine Gefahr für Kinder

Kurz vor Schulanfang wächst im kinderreichsten Stadtteil Potsdams die Sorge um die Jüngsten im Kiez. Anlieger der Geschwister-Scholl-Straße beklagen, dass das Verkehrsaufkommen dort mit dem Modellversuch auf der Zeppelinstraße gestiegen ist. Sie fordern, die Schulwege weiter zu sichern. Im Rathaus allerdings sieht man keinen Handlungsbedarf.

24.08.2017