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Potsdam Stern-Bewohner wollen Lokal im Kastellanhaus
Lokales Potsdam Stern-Bewohner wollen Lokal im Kastellanhaus
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19:15 11.08.2016
Hanno Wupper (l.) und Johannes Kallabis gehören dem Vorstand des Jagdschloss-Fördervereins vor dem Kastellanhaus. Quelle: Friedrich Bungert
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Das Kastellanhaus – 1714 errichtet und bis 1932 Wohnort der Schlosskastellane – auf Vordermann zu bringen und für Genießer wieder zu öffnen, würde wohl eineinhalb bis zwei Millionen Euro kosten, sagt Vorstandsmitglied Johannes Kallabis. Dafür, dass das Kastellanhaus seit mehr als zwei Jahrzehnten ungenutzt ist, sei es in „gutem Zustand“, sagt Kallabis. In der Vergangenheit wurden vergeblich potenzielle Investoren angefragt, auch von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG), der das Areal gehört. Die „sicherlich wünschenswerte öffentliche oder gastronomische Nutzung des Kastellanshauses ist wegen der zu erwartenden Auflagen aus baulichen, wirtschaftlichen und denkmalpflegerischen Gründen gegenwärtig nicht umsetzbar“, erteilt Stiftungssprecher Frank Kallensee den Plänen eine Absage.

Die SPSG prüfe mit dem Förderverein, „der sich vorbildlich für das Areal und den Betrieb des Schlosses engagiert, die temporäre Nutzung von Räumen im Erdgeschoss für Vereinszwecke“. Tatsächlich strebt man im Verein eine abgespeckte gastronomische Variante an, sagt Vereinsvorstand Hanno Wupper, der in Berlin-Neukölln und in den Niederlanden lebt. Sein Interesse am Jagdschloss wurde durch einen Vortrag geweckt. Ein „Gartenlokal“, für das der ehemalige Kiosk und ein Schuppen genutzt werden sollen, mit wesentlicher weniger Investitionen umsetzbar. Um im Sommer viele Gäste bewirten zu können, müssten jedoch Sanitäranlagen – über das derzeit existierende Dixie-Klo hinaus – eingebaut und zunächst Abwasser- und Wasseranschlüsse gelegt werden. Das dafür vorgesehene Häuschen steht: Mitarbeiter des SPSG-Schirrhofs haben den einstigen Schafstall originalgetreu wieder aufgebaut. Laut Kallensee sei die „Einrichtung einer Sanitäranlage ähnlich schwierig“, da die notwendige Abwasserentsorgungsleitung über Grundstücke mit verschiedenen Eigentümern verliefe und deren Verlegung „unverhältnismäßig hohe Kosten“ verursachen würde.

Potsdams ältestes und kleinstes Schloss ließ einst König Friedrich Wilhelm I. von 1730 bis 1732 im Stil eines holländischen Bürgerhauses errichten. In der DDR wurde das Jagdschloss saniert – leider unter Einsatz giftiger Holzschutzmittel, so dass der Verein das Gebäude nur an ausgewählten Terminen im Jahr für Führungen oder Kulturveranstaltungen öffnen darf. Schöne Tradition ist das Herbstfest mit „Halali am Schloss“ am 18. September. In dieser Saison erwartet man den 10 000. Besucher seit Vereinsgründung.

Veranstaltungen am Jagdschloss Stern: Am 27. August tritt das Berliner Bedlam Theater um 19.30 Uhr mit Molières Stück „Die erzwungene Heirat“ auf. Schlossführungen um 18 und 18.30 Uhr.

Am 4. September lädt die Sternkirchengemeinde um 14 Uhr zu Gottesdienst und Auftritten von Posaunen- und Gospelchor ein. Schlossführungen von 14 bis 17 Uhr. Beim Tag des offenen Denkmals am 11. September kann das Jagdschloss besichtigt werden. Von 11 bis 17 Uhr zeigen Handwerker des Schirrhofs der SPSG, wie Mauern und Wände aus historischen Steinen hochgezogen werden.

Von Ricarda Nowak

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