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Potsdam Sterncenter – Levi’s kommt, Pimkie geht
Lokales Potsdam Sterncenter – Levi’s kommt, Pimkie geht
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12:13 03.03.2017
Jeans für Potsdam: Laut Plakat will Levi’s seinen Laden im Sterncenter am 16. März öffnen. Quelle: Bernd Gartenschläger
Drewitz

Pünktlich zum meteorologischen Frühlingsbeginn weht ein frischer Wind im Potsdamer Sterncenter. Dort, wo bislang die eher niedrigpreisige Modekette Pimkie zu Hause war, prangt ein großes Plakat. Junge, gut gelaunte Leute lächeln den Kunden von der Schaufensterfront entgegen: „Hello Potsdam“, steht darauf. Das Plakat kündigt eine Neuansiedlung im größten Einkaufscenter der Landeshauptstadt an: Potsdam bekommt einen Levi’s Store. „Noch im März ist Eröffnung“, sagt Center-Manager Ralph Teuber.

Momentan ist viel in Bewegung in dem 1996 eröffneten Center, was sogar die Politik auf den Plan ruft. Die Linke hat auf die Ankündigung der Postbank, ihre Filiale mit Paketschalter im Center Ende Juni zu schließen, mit einem Antrag reagiert, der gestern Abend in der Stadtverordnetenversammlung Thema war. „Wir sind in Verhandlungen mit einem potenziellen Nachmieter, um das Postangebot erhalten zu können“, sagt Teuber.

Wenig Fluktuation in den vergangenen 20 Jahren

Hauptsächlich tut sich aber etwas im Modesegment: Nicht mehr vertreten sind neben Pimkie die Anbieter Jack & Jones und Promod sowie die Modeschmuckkette Six. Veränderungen im Branchen- und Mietermix seien immer wieder wichtig, so Ralph Teuber, um den sich ständig ändernden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. In den vergangenen 20 Jahren sei es aber nur zu einer geringen Fluktuation der Mieter gekommen, was für den wirtschaftlichen Erfolg des Sterncenters spreche, ergänzt Teuber, der das Haus seit einem Jahr leitet.

Bereits seit 16. Februar neu im Center: Snipes, ein angesagter Laden für Sneaker, Streetwear und Accessoires. Damit wolle das Center seine „Modekompetenz im jüngeren Bereich“ erweitern, so Teuber. Das Feedback der jungen Kunden, etwa bei Facebook, sei sehr gut. Tenor: Prima, nun nicht mehr nach Berlin fahren zu müssen.

Viele Umbauten im Center

Auch fürs schöne Drunter gibt es bald ein neues Angebot für die modebewusste Dame: Wäscheexperte Herzog und Bräuer zieht im April in den Standort der MAZ-Ticketeria, die am 25. März die Räume von Six neben dem Buchhändler Hugendubel bezieht und große Neu-Eröffnung feiert.

Neben Umzügen gibt es vor allem viele Umbauten im Center. Bereits 2016 haben sich das Eiscafé, Street one, Deichmann, Vodafone und Reiseland ihre Räume neu gestaltet. Im Januar und Februar verpassten sich Optiker Bode und Gerry Weber einen frischen Look. Nordsee, Apollo Optik, Juwelier Neumann, Mister Lady, Orsay und Tommy Hilfiger folgen mit einer Schönheitskur. Das sei normal in einem Center, das seit mehr als 20 Jahren bestehe, erklärt Ralph Teuber. Die Laden- und Verkaufskonzepte würden regelmäßig modernisiert und den aktuellen Trends angepasst.

Real baut 2018 komplett um

Eine große Umstrukturierung steht im kommenden Jahr bevor: Real wird seinen Markt komplett umbauen. Gerüchten, wonach sich Real aus dem Center verabschieden will, widerspricht Teuber.

Ebenfalls kein Thema: Die immer wieder diskutierte Erweiterung des Centers. Zwar gebe es viele Anfragen von Geschäften, die sich gerne einmieten würden, so Ralph Teuber, einer Erweiterung sei aber 2015 eine Absage erteilt worden. Und dabei bleibe es. Ausschlaggebend seien technische Aspekte sowie mangelnde Flächeneffizienz gewesen: Mehr Geschäfte, für die erst sehr aufwendige Umbauten nötig gewesen wären, würden sich nicht rechnen, so der Center-Manager.

Von Marion Kaufmann

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