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Potsdam Stolpe: Garnisonkirchenschiff als Synagoge
Lokales Potsdam Stolpe: Garnisonkirchenschiff als Synagoge
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20:52 02.01.2017
Manfred Stolpe legte den Grundstein für den Wiederaufbau der Garnisonkirche mit Legosteinen. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Alt-Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) hat eine religiöse Nutzung des Schiffs der Garnisonkirche ins Gespräch gebracht – allerdings keine evangelische: Das Schiff könnte als Synagoge genutzt werden, sagte Stolpe in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung. Auch eine Nutzung als Konzertsaal sei für das Bauwerk vorstellbar.

Bereits im MAZ-Weihnachtsinterview 2013 hatte sich Stolpe für eine kulturelle Nutzung ausgesprochen. „Das Kirchenschiff wird kommen, da bin ich mir sicher“, sagte er. Offen sei noch, in welcher Gestalt und in welchem Innenausbau. „Es ist noch nicht ausdiskutiert, ob es eine kirchliche oder eine multifunktionale Nutzung gibt“, so Stolpe damals.

Quelle: picture alliance / akg-images

Trotz seiner wiederaufgeflammten Krebserkrankung will sich der frühere brandenburgische Ministerpräsident weiter für den Wiederaufbau des Gotteshauses engagieren. Zunächst solle der Turmsockel mit Aussichtsplattform gebaut werden, so Stolpe: „Wenn es 2017 losgeht, könnte der Sockel bis 2020 fertig werden.“ Danach könne mit der Barockhaube und der historischen Fassade begonnen werden. „Zum Schluss das Kirchenschiff.“ Allein für den Turm seien Baukosten von 26 Millionen Euro veranschlagt. 700 000 Euro Spenden fehlen noch. Mitte Dezember wurde bekannt, dass TV-Moderator Günther Jauch den Bau des Turmes mit 1,5 Millionen Euro unterstützt. Mit dem Geld soll die Aussichtsplattform in 57 Metern Höhe finanziert werden.

TV-Moderator Günther Jauch. Quelle: picture alliance / dpapicture alliance / dpa

Die Frage des Wiederaufbaus der kompletten Kirche – Turm plus Schiff in originaler Gestalt – hat die Garnisonkirchenstiftung und ihre Fördergesellschaft im vergangenen Jahr sehr bewegt. Als Voraussetzung für die Bewilligung eines zinsfreien 3,25-Millionen-Kredits der Landeskirche musste die Fördergesellschaft im April den Passus „des historisch getreuen und vollständigen Wiederaufbaus“ der Kirche aus ihrer Satzung streichen. Die Satzungsänderung war vom Vorsitzenden Matthias Dombert vorangetrieben worden. „Die Frage des Schiffs und seiner Nutzung soll späteren Generationen überantwortet werden“, hatte er im Februar im Hauptausschuss erklärt.

Matthias Dombert, Chef der Fördergesellschaft. Quelle: FWG

Stolpes Vorschlag, das wiederaufgebaute Kirchenschiff als Synagoge zu nutzen, stieß am Montag bei der Jüdischen Gemeinde auf keine Gegenliebe. „Wir können uns das nicht vorstellen“, erklärte der Gemeindevorsitzende Mikhail Tkach. Er erinnerte an das lange Ringen um den Bau der Synagoge am Standort Schlossstraße und die letztlich erzielte Einigung mit der Synagogengemeinde im Streit um den Bau.

Von Ildiko Röd

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