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Straßenhunde zum Schlachter

Außergewöhnlich: Die Berlinale war mit drei Kurzfilmen zu Gast in der Babelsberger Kinderfilmuniversität Straßenhunde zum Schlachter

Wer Berlinale sagt, denkt Himmelsgrau und Schneegriesel gleich mit. So war das Wetter am Sonnabend wohl zu schön, um über die (jährlich im Februar stattfindenden) Internationalen Filmfestspiele Berlin zu reden.

Jedenfalls kamen ins Thalia-Kino deutlich weniger als die 120 angemeldeten Mädchen und Jungs, die bei der Babelsberger Kinderfilmuniversität von Berlinale-Mitarbeiterin Julia Fidel etwas über eines der drei bedeutendsten Filmfestivals der Welt erfahren wollten.

Erstaunlich kundig zeigte sich das Auditorium, als Julia Fidel abfragte, welche großen Filmfestivals die Kleinen kennen. Cannes fiel auf Anhieb – richtig!, auch der „Goldene Spatz“ (ein Kinderfilmfestival, nicht ganz so groß) und das hiesige Studentenfilmfestival „Sehsüchte“ (immerhin europaweit das größte seiner Art) wurden genannt, dann wurde noch Venedig in den Kinosaal gerufen – Treffer! Und weil die Berlinale mit mehr als 400 Filmen so riesig ist, „muss man Ordnung schaffen, deshalb sind Sektionen geschaffen worden“, erklärte Julia Fidel ihren jungen Zuhörern. Außerhalb des wichtigen Wettbewerbs gibt es etwa die Reihen Panorama, Forum und eben die Sektion Generation mit anspruchsvollen, außergewöhnlichen Filmen für Kinder und Jugendliche. In der Abteilung „Generation“ arbeitet Julia Fidel, die für die „Vorlesung“ am Sonnabend drei Kurzfilme von der diesjährigen Berlinale mitbrachte.

Am meisten Freude bereitete dem Publikum der lettische Animationsfilm „Die Tiere und die Stadt“, in dem sich Pelz- und Stachelträger ihren Lebensraum auf clevere Art und Weise von den Zweibeinern zurückerobern. Härter ging es in dem vietnamesischen Film „Papas Lieferwagen“ zu: Die Protagonistin entdeckt, dass ihr Vater Straßenhunde zum Schlachter fährt . . . Im Mittelpunkt des italienischen Beitrags „Matilde“ steht ein hörgeschädigtes Mädchen, das mit einer pfiffigen Idee für Ruhe in ihrer Klasse sorgt.

Am kommenden Sonnabend findet die diesjährige Kinderfilmuniversität ihren Abschluss. Im „Thalia“ erhalten die Mädchen und Jungs ihre Teilnahme-Urkunden, außerdem werden die Sieger des Wettbewerbs „. . . und action!“ gekürt. Anschließend lädt „Sehsüchte“ zu acht Kurzfilmen für Kinder ins Kino von Rotor Film (ehemals „Defa 70“) aufs Gelände von Studio Babelsberg ein. (Von Ricarda Nowak)

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