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Potsdam Streit um Flutlicht am Park Sanssouci
Lokales Potsdam Streit um Flutlicht am Park Sanssouci
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21:47 05.03.2018
Die Sportanlage Westkurve soll eine Flutlichtanlage bekommen, doch die Nutzer sind dagegen. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam-West

Die Sanierung der Sportanlage Westkurve zwischen Hans-Sachs-Straße und Schlosspark Sanssouci steht „kurz bevor“. Das hat das Rathaus auf Anfrage von Peter Schultheiß (Potsdamer Demokraten/SPD) mitgeteilt. Für die Öffnung in den Abendstunden werde der Platz zunächst eine „Allgemeinbeleuchtung“ bekommen. Nach Fertigstellung und Freigabe werde in einem zweiten Schritt „voraussichtlich Ende 2018“ ein „gesonderter Antrag“ zur Errichtung einer „nach den Wünschen der Bürgerinitiative ausgelegten Flutlichtanlage“ gestellt.

Die betroffenen Schulen und die Bürgerinitiative (BI) Westkurve seien über den aktuellen Bearbeitungsstand „in diversen Planungsbesprechungen sowie per E-Mail informiert worden“.

Für die angekündigte Sanierung inklusive einer „Allgemeinbeleuchtung“ sind nach Angaben von Rathaussprecher Markus Klier 410 000 Euro eingeplant. „Die genauen Kosten“ für die Flutlichtanlage „können wir aktuell noch nicht benennen“, so Klier am Montag auf Anfrage, „da noch keine Planungen vorliegen. Erfahrungsgemäß werden diese im fünfstelligen Bereich liegen.“

Die Bürgerinitiative (BI) reagierte auf die Mitteilung mit Verärgerung: „Wir sind sehr überrascht“, sagte Sprecher André Falk. Die BI habe gerade vor wenigen Tagen den Jahresplan für die Westkurve mit Großveranstaltungen wie dem traditionellen Familienfest zum 1. Mai aufgestellt, ohne von dem nahen Baubeginn zu wissen. Die von der Stadt gegenüber Schultheiß erwähnten Informationen für die BI zum „aktuellen Planungsstand“ bezögen sich „lediglich auf den Stand des Vorjahres“, so Falk: „Wir sind mit dieser Art und Weise der Kommunikation überhaupt nicht einverstanden.“

Ebenso ärgert den Sprecher, dass nun wieder eine Flutlichtanlage für die Westkurve auf der Agenda stünde. Denn genau das wolle die BI nicht: „Wir brauchen keine Festbeleuchtung, wir wollen nicht den Park anstrahlen.“ Die BI wolle lediglich genügend Licht für Training in den Abendstunden. Nach Angaben des zuständigen Kommunalen Immobilienservices (Kis) wurde die BI „schon im Sommer vergangenen Jahres“ über das „geplante Vorgehen“ zum Flutlicht informiert. Falk hält dagegen, dass die BI 2017 ein Beleuchtungskonzept für den Trainingsbetrieb vorgelegt habe.

Die Beteiligung der BI an den Ausbauplänen war im vergangenen Jahr Gegenstand eines Antrags der Fraktion Die Andere. Die Forderung nach Berücksichtigung als „gleichberechtigter Partner“ wurde von einer Stadtverordnetenmehrheit allerdings nur in abgeschwächter Form bestätigt. Demnach soll die BI „bei der Planung und Umsetzung der Baumaßnahme“ lediglich „informiert werden“.

Auch der für das Flutlicht gestreckte Sanierungszeitplan wird von der BI, die seit 2007 für die Herrichtung der Westkurve kämpft, kritisiert: „Das Ding ist ja fast so lange in Bearbeitung wie der Großflughafen BER“, sagt Falk. Im September 2017 hatten die Stadtverordneten die Verwaltung nach Zeitverzug unter anderem wegen Grundstücksfragen beauftragt, die Westkurve „wie vorgesehen zu sanieren“. Dabei sollte „das Maximale an Beleuchtung im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen erfolgen, um die größtmögliche Nutzungszeit des Platzes zu gewährleisten“.

Stadtteilnetzwerk Potsdam-West

Die 2007 gegründete Bürgerinitiative Westkurve ist eine der Gründungszellen des 2009 initiierten Stadteilnetzwerks Potsdam-West.

Weitere namhafte Mitstreiter und Projekte sind das Projekt Stadtteilauto, der Verein Brandenburger Vorstadt, das Atelierhaus „Scholle 51“ und das Begegnungshaus „Scholle 34“.

Neben privaten Kunstzentren wie der Zeichenschule Kunstgriff 23 und dem Atelier Guelden gibt es im Netzwerk einen Chor und ein Erzählwerk.

Von Volker Oelschläger

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