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Potsdam Streit um Freiräume in der wachsenden Stadt
Lokales Potsdam Streit um Freiräume in der wachsenden Stadt
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19:55 29.04.2018
Achim Trautvetter (l.), Annette Paul und Jens-Uwe Sprengel vom zweiten Potsdamer Rat für Kunst und Kultur. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Die Sicherung von Freiräumen für Künstler und andere Kreative ist eines der zentralen Themen einer Podiumsdiskussion mit fünf Oberbürgermeisterkandidaten, die der zweite Potsdamer Rat für Kunst und Kultur am Donnerstag um 17.30 Uhr im Bildungsforum ausrichtet.

Aktueller Anlass ist die Debatte um ein neues Kreativzentrum für die Potsdamer Innenstadt. Der siebenköpfige Rat wird als Vertretung der Szene alle zwei Jahre in einer Vollversammlung gewählt, die jedem Potsdamer Kulturschaffenden offen steht.

Jens-Uwe Sprengel als Mitbegründer des T-Werks ist ein Vertreter der Nachwendegeneration. Jahrzehntelange Arbeit brachte der Gruppe künstlerische Anerkennung, mittlerweile verlässliche Förderung und eine eigene Spielstätte in der Schiffbauergasse. Sprengel kritisiert das „Verschwinden von Räumen, die noch erobert werden können“.

Achim Trautvetter zählte um 2008 zu den Aktiven, die das Freiraum-Thema nach der Schließung von Einrichtungen wie dem „Spartacus“ in der Schlossstraße publik gemacht hatten. Die Öffnung der alten Wasserwirtschaft an der Friedrich-Engels-Straße für ein neues „Freiland“-Jugendkulturzentrum war die Antwort der Stadt auf jahrelange auch politische Aktionen der Szene.

Trautvetter verweist auf Bornstedt, wo bereits seit Jahren nach Möglichkeiten für einen neuen Jugendclub gesucht wird, um das Problem zu illustrieren. Er fordert eine umfassende Beteiligung bei der Entwicklung neuer Stadtteile wie in Krampnitz.

Die Künstlerin Annette Paul ist Chefin des Stadtteilnetzwerkes Potsdam-West, das mit der Scholle 34 im alten Ausflugsrestaurant „Charlottenhof“ ein neues Nachbarschafts- und Begegnungszentrum aufbaut. Als relativ neue Erfahrung schildert sie die Konkurrenz mehrerer Bürgerhäusern um ein Förderprogramm mit dem Ergebnis, dass alle leer ausgingen. Sie fordere deshalb eine bessere Abstimmung.

An der Runde im Veranstaltungssaal des Bildungsforums, Am Kanal 47 beteiligen sich die OB-Kandidaten Janny Armbruster (Grüne), Martina Trauth (Linke), Mike Schubert (SPD), Lutz Boede (Andere) und Götz Friederich (CDU).

Von Volker Oelschläger

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