Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
Anwohner freuen sich über Sperrung

Streit um Bornimer Abkürzung „Am Heineberg“ Anwohner freuen sich über Sperrung

Der Streit um den Bornimer Weg „Am Heineberg“ geht weiter. Während sich einige Bewohner über das Aus ihrer Abkürzung ärgern, freuen sich andere darüber: Endlich brettern keine Autos dort mehr entlang und gefährden Spaziergänger und Radler.

Bornim 52.423889 12.999444
Google Map of 52.423889,12.999444
Bornim Mehr Infos
Nächster Artikel
Tanz und Stuntshow

Der Poller auf dem Heineberg-Weg.

Quelle: privat

Bornim. Des einen Leid, des anderen Freud’: Während sich einige Bornimer ärgern, dass sie die für Privatverkehr gesperrte Straße „Am Heineberg“ nicht mehr als Abkürzung zwischen Bundesstraße 273 und Golmer Chaussee nutzen dürfen, freuen sich Anwohner umso mehr über die Entscheidung der Stadt. „Das ist eine absolut gute Sache, es geht schließlich um unsere Sicherheit“, sagte Alexandra Schmeck. Die 28-Jährige erinnert sich an brenzliche Situationen, in denen die junge Mutter spazieren ging und von rasenden Autofahrern überholt wurde. Ein Auto streifte gar mit dem Seitenspiegel den Kinderwagen. „Und ich wurde beschimpft, weil ich nicht Platz gemacht habe.“

Als der Weg noch offen war für Autoverkehr, galt dort zwar Tempo 30. „Die Autos bretterten trotzdem durch“, erzählte die junge Frau. Mithilfe des Bürgervereins Bornim ’90 und seines Vorsitzenden Klaus Rietz habe man dafür gesorgt, dass nur noch landwirtschaftliche Fahrzeuge, Radler, Reiter und Fußgänger den „Heineberg“ passieren dürfen. Von „rücksichtslosem Verhalten“ der Autofahrer gegenüber Radfahrern und Fußgängern berichtete auch Rietz. „Bei Gegenverkehr wurde nicht angehalten, sondern auf die unbefestigten Randstreifen ausgewichen.“ Viele Bürger haben den Stadtverordneten (Aktionsbündnis Potsdam Nord/West) gebeten, die Verkehrssituation zu ändern.

Zur Vorgeschichte: „Am Heineberg“ sei ein landwirtschaftlicher Weg, der zu DDR-Zeiten mit Betonspurbahnen ausgelegt wurde, so Rietz. Innerhalb des Flurneuordnungsverfahrens wurde der Weg in Abstimmung mit der Stadt Ende der 1990er mit Betonspurbahnen erneuert. Mehrere Stellen zum Ausweichen für entgegenkommenden Verkehr wurden eingerichtet. Da dieser Weg nach dieser Wiederherstellung nun wesentlich besser war als vorher, haben immer öfter Autofahrer dort abgekürzt, „wobei die vorhandenen Ausweichstellen so gut wie gar nicht genutzt wurden“, sagte Rietz. Aus baulichen Gründen sei der „überbelastete“ Heineberg-Weg für so viel Verkehr „nicht geeignet“. Da sich der Bürgerverein Bornim „immer auch für Verkehrssicherheit im Ort einsetzt“, habe Rietz vor etwa einem Jahr die Stadtverwaltung „aufgefordert, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die geschilderte Situation zu ändern“.

Angeordnet wurde seitens der Stadt eine „Widmungsbeschränkung“, die unter anderem den Landwirt Jürgen Purschke auf die Palme brachte. Zu Unrecht, meinte Rietz. Als Anlieger dürfe der Landwirt auch mit seinem Privatauto den „Heineberg“-Weg befahren.

Von Ricarda Nowak

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg