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Potsdam Streit um Lift: Ein Schlüssel für die Feuerwehr
Lokales Potsdam Streit um Lift: Ein Schlüssel für die Feuerwehr
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02:15 09.02.2017
Das Hochhaus am Humboldtring 13. Quelle: Bernd Gartenschläger
Zentrum Ost


Im Streit um den für den Rettungsdienst zu kleinen Fahrstuhl im Hochhaus am Humboldtring 13 meldet sich nun der Besitzer des Hauses, die Deutsche Wohnen, zu Wort. Laut Unternehmenssprecher Marko Rosteck hat sich die Feuerwehr bereit erklärt, einen Schlüssel zur Erweiterung des betreffenden Aufzugs zu verwalten. „Dies betrifft nicht nur den Humboldtring 13 sondern drei weitere baugleiche Häuser in unserem Bestand: den Humboldtring 21 sowie den Kiefernring 4 und 6“, so Rosteck. „Dazu werden wir für insgesamt 1200 Euro jeweils einen Kasten in den Häusern installieren, in dem sich die Schlüssel befinden und der für die Feuerwehr zugänglich ist. Ein entsprechendes F auf den Kästen signalisiert, dass es sich um eine Anlage der Feuerwehr handelt.“

Einige Genehmigungen fehlen noch

In etwa vier Wochen soll diese Lösung laut Rosteck voll umgesetzt sein – die Kästen würden aber bereits in dieser Woche installiert. „Wir müssen jedoch noch verschiedene Genehmigungen einholen, damit die Feuerwehr die volle Berechtigung zur Verwaltung der Schlüssel erhalten kann.“

Wie berichtet, hatte ein Mieter des 14-Stocks am Humboldtring 13 Mitte Januar nach einem Rettungsdiensteinsatz im Haus Alarm geschlagen. Demnach hatten die Sanitäter, die einen Mieter aus einem der oberen Stockwerke mit der Trage abtransportieren wollten, mit dem Notfallpatienten nicht in den Fahrstuhl gepasst. „Ein lebensbedrohlicher Missstand“, sagt Michael Brix (82). Während einer der Aufzüge generell zu klein sei, lasse sich der andere zwar mit einem Schlüssel vergrößern – diesen verwahre jedoch der Hausmeister, der in Potsdam mehrere Häuser betreue und so nicht immer vor Ort und auch nicht immer erreichbar sei.

Mieter fordert, dass Fahrstuhl umgebaut wird

Mit der vom Vermieter nun angekündigten Lösung, den Schlüssel für die Feuerwehr in einem speziellen Kasten im Haus zu hinterlegen, sei er nicht zufrieden, sagt Michael Brix. „Die optimale Lösung für uns ist die, die im Nachbarhaus Nummer 11 umgesetzt wurde. Dort hat man den Fahrstuhl umgebaut, so dass er ständig offen ist“, sagt Brix. „Das möchten wir auch. Der Vermieter sollte investieren – es geht schließlich um das Leben von Menschen.“

In dem Haus im Zentrum Ost leben 84 Mietparteien. Michael Brix, der seit 37 Jahren im 14. Stock des Hochhauses wohnt, erwägt, den Vermieter zu verklagen.

Von Nadine Fabian

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