Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Streit um Polizeieinsatz in Potsdamer Kneipe

Nach Pogida-Demo in Babelsberg Streit um Polizeieinsatz in Potsdamer Kneipe

Nach der Pogida-Demo am vergangenen Mittwoch hat es einen umstrittenen Polizeieinsatz in der Potsdamer Szenekneipe „Nowawes“ gegeben. Die Beamten sollen „mit ziemlich krasser Gewalt“ vorgegangen sein. Es gab Schläge und Tritte. Die Linken-Landtagsabgeordnete Isabel Vandré prüft nun rechtliche Schritte gegen Beamte der Berliner Polizei.

Voriger Artikel
Veronika Eberle im doppelten Einsatz
Nächster Artikel
Potsdam am Dienstag: Das ist heute wichtig

Die Stadtteilkneipe „Nowawes“ in der Großbeerenstraße war am Mittwoch Treffpunkt für viele Pogida-Gegner

Quelle: Foto: Friedrich Bungert

Babelsberg. Der Polizeieinsatz in der Babelsberger Kneipe „Nowawes“ nach der Pogida-Demo vergangenen Mittwoch bleibt umstritten. Die Linken-Landtagsabgeordnete Isabel Vandré, prüft rechtliche Schritte gegen Beamte der Berliner Polizei, die sich Zutritt zu der in der linken Szene beliebten Gaststätte verschafften. Sie wollten dort einen Mann ausfindig machen, der Polizisten bespuckt hatte, die für die Sicherheit der Pogida-Veranstaltung und sieben Gegendemos eingesetzt waren.

Die Beamten seien „mit ziemlich krasser Gewalt“ vorgegangen meint Vandré, die selbst vor Ort war. Leute seien ins Gesicht geschlagen und getreten worden. . Auf Videos im Internet ist zu sehen, wie Polizisten mit Helmen versuchen, in die Kneipe zu gelangen. Eine Ansammlung von rund 20 Menschen stellt sich ihnen entgegen. Ein Polizist schlägt mit der Hand nach einem Mann, es kommt zum Gerangel.. Auf der Seite „ nopogida.de“ werden Zeugen gesucht. Die Kneipe sei „ohne Durchsuchungsbeschluss von Berliner Einsatzhundertschaften brutal gestürmt“ worden, heißt es auf der Seite aus dem linken Spektrum.

„Sollte es ein Fehlverhalten von Beamten gegeben haben, wird das auch Konsequenzen haben“, sagte der Sprecher des Landespolizeipräsidiums, Mario Heinemann am Montag. Bislang lägen keine Anzeigen gegen Beamte vor. Polizisten, die an dem Einsatz nicht beteiligt waren und für die MAZ ein Video in Augenschein genommen haben, halten das Vorgehen ihrer Kollegen für „völlig legitimiert und der Lage angepasst“. Beamte seien verpflichtet, Straftaten nachzugehen und Identitäten festzustellen. Gegen einen Mann erging Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Laut Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke seien in Babelsberg rund 300 gewaltbereite Pogida-Gegner gewesen.

Kritik an der Polizeistrategie gab es bereits nach der Pogida-Demo in Drewitz: Der Bundestagsabgeordnete Norbert Müller (Linke) zeigte zwei Einsatzleiter an, weil sie die Versammlungsfreiheit von Gegendemonstranten eingeschränkt hätten.

Von Marion Kaufmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg