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Potsdam Streit um Polizeieinsatz in Potsdamer Kneipe
Lokales Potsdam Streit um Polizeieinsatz in Potsdamer Kneipe
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14:40 23.02.2016
Die Stadtteilkneipe „Nowawes“ in der Großbeerenstraße war am Mittwoch Treffpunkt für viele Pogida-Gegner Quelle: Foto: Friedrich Bungert
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Babelsberg

Der Polizeieinsatz in der Babelsberger Kneipe „Nowawes“ nach der Pogida-Demo vergangenen Mittwoch bleibt umstritten. Die Linken-Landtagsabgeordnete Isabel Vandré, prüft rechtliche Schritte gegen Beamte der Berliner Polizei, die sich Zutritt zu der in der linken Szene beliebten Gaststätte verschafften. Sie wollten dort einen Mann ausfindig machen, der Polizisten bespuckt hatte, die für die Sicherheit der Pogida-Veranstaltung und sieben Gegendemos eingesetzt waren.

Die Beamten seien „mit ziemlich krasser Gewalt“ vorgegangen meint Vandré, die selbst vor Ort war. Leute seien ins Gesicht geschlagen und getreten worden. . Auf Videos im Internet ist zu sehen, wie Polizisten mit Helmen versuchen, in die Kneipe zu gelangen. Eine Ansammlung von rund 20 Menschen stellt sich ihnen entgegen. Ein Polizist schlägt mit der Hand nach einem Mann, es kommt zum Gerangel.. Auf der Seite „nopogida.de“ werden Zeugen gesucht. Die Kneipe sei „ohne Durchsuchungsbeschluss von Berliner Einsatzhundertschaften brutal gestürmt“ worden, heißt es auf der Seite aus dem linken Spektrum.

„Sollte es ein Fehlverhalten von Beamten gegeben haben, wird das auch Konsequenzen haben“, sagte der Sprecher des Landespolizeipräsidiums, Mario Heinemann am Montag. Bislang lägen keine Anzeigen gegen Beamte vor. Polizisten, die an dem Einsatz nicht beteiligt waren und für die MAZ ein Video in Augenschein genommen haben, halten das Vorgehen ihrer Kollegen für „völlig legitimiert und der Lage angepasst“. Beamte seien verpflichtet, Straftaten nachzugehen und Identitäten festzustellen. Gegen einen Mann erging Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Laut Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke seien in Babelsberg rund 300 gewaltbereite Pogida-Gegner gewesen.

Kritik an der Polizeistrategie gab es bereits nach der Pogida-Demo in Drewitz: Der Bundestagsabgeordnete Norbert Müller (Linke) zeigte zwei Einsatzleiter an, weil sie die Versammlungsfreiheit von Gegendemonstranten eingeschränkt hätten.

Von Marion Kaufmann

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