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Potsdam Streit um die Anschlussstelle Humboldtring
Lokales Potsdam Streit um die Anschlussstelle Humboldtring
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21:36 22.04.2016
Dicke Baumstämme sollen wildes Parken in Zentrum Ost verhindern. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Zentrum Ost

Es gibt belegte Brötchen und kostenlose Getränke, doch deshalb sind die über 100 Anwohner am Freitagabend nicht in die Mensa der Grundschule am Humboldtring gekommen. Nein, ihnen geht es um ein Aufregerthema: die „Verkehrsentwicklung in Zentrum Ost“. Seit Wochen ist die Zufahrt von der Nuthestraße in den Humboldtring dicht. Das war nach der Verlegung der Straßenbahn an den Rand der Schnellstraße aus Sicherheitsaspekten so geplant, doch viele Bewohner sind damit unzufrieden. Müssen sie sich doch nun über Umwege und im täglichen Dauerstau durch die Lotte-Pulewka-Straße in das Neubaugebiet quälen.

In der Lotte-Pulewka-Straße staut sich der Verkehr

„Die Verkehrsberuhigung im Humboldtring führt zu mehr Verkehr in der Pulewka-Straße“, weiß auch Norbert Praetzel. Der Fachbereichsleiter Grün- und Verkehrsflächen, seit 1978 in der Stadtverwaltung für Brücken und Straßen zuständig, soll den Unmut der Bürger auffangen. Er hat eine Powerpoint-Präsentation mit Bauzeichnungen mitgebracht. Er wiederholt die Gründe, die zum Abriss der einstigen Fußgängerbrücke über die Nuthestraße („Betonkrebs“) und zur Schließung der Zufahrt in den Humboldtring führten. Sein Kollege Norman Niehoff, Leiter des Bereiches Verkehrsentwicklung, steuert Zahlen und Fakten über Verkehrsflüsse bei. Diese können die Skeptiker jedoch nicht überzeugen. „Man kann den Zahlen nicht trauen. Ich habe den Verkehr selbst gezählt“, sagt ein Mann im hellgrünen Pullover. „Wir haben in Potsdam Stau ohne Ende, Potsdam provoziert den Stau.“

Dann hagelt es Kritik aus dem Auditorium: In der Sackgasse Humboldtring gäbe es keine Wendeschleife, die Zufahrt von Rettungsfahrzeugen verzögere sich dramatisch. In der Pulewka-Straße seien die Fußgängerinseln vorm Rewe an der falschen Stelle angelegt worden, man könne den Verkehr nicht einsehen. Ohnehin sei die Straße viel zu schmal und kurvig für den Durchgangs- und Busverkehr. Praetzel schreibt konzentriert mit, deutet zumindest bei der Fußgängerinsel mögliche Änderungen an. Einen Zebrastreifen, wie vorgeschlagen, könne es allerdings nicht geben. Dies sei in einer 30er-Zone nicht vorgesehen.

Es gibt kaum Parkplätze

Immer wieder wird die leidige Parkplatznot im Revier angesprochen. „Wohin mit dem Pkw? Baut einen Parkplatz“, ruft eine rüstige Rentnerin. Um dem wilden Parken auf Rasenflächen Einhalt zu gebieten, hatte die Stadt in der Vorwoche dicke Holzstämme auslegen und Autos abschleppen lassen. Das sorgte für Empörung. Praetzel versichert jedoch: „Wir haben nicht Stellplätze vernichtet.“

Eine schnelle Öffnung der Zufahrt wird es wohl nicht geben. Entsprechende Genehmigungsverfahren würden lange dauern, erklärt Praetzel. Von mindestens zwei Jahren ist die Rede. Einen Antrag der Linken zum Humboldt-ring hatten die Stadtverordneten abgeschmettert. Dennoch ist für Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg nach zwei Stunden Bürgerdialog das Ergebnis klar: „Die Anwohner wollen, dass das Thema Zufahrt geprüft wird.“

Von Jens Trommer

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