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Potsdam Streit um die Westkurve
Lokales Potsdam Streit um die Westkurve
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18:47 05.03.2018
Der Sportplatz Westkurve in Potsdam-West. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam-West

Der Streit um die Gestaltung der Sportanlage Westkurve zwischen Hans-Sachs-Straße und Schlosspark Sanssouci ist in die nächste Runde gegangen. Wie berichtet, läuft seit April ein Antrag der Fraktion Die Andere durch die Ausschüsse, nach dem die Bürgerinitiative Westkurve „bei der weiteren Planung der Sportanlage wieder als gleichberechtigter Partner“ einbezogen werden soll.

Andere Punkte des Antrags zu Baumaßnahmen wie der Sanierung des Tennenbelages auf dem Fußballplatz oder der Herstellung eines Wasseranschlusses wurden von den Anderen in einer geänderten Textfassung mittlerweile herausgenommen, weil sie ohnehin in Planung sind. Diskutiert wird jedoch noch über eine Beleuchtung für die Abendstunden, um die Nutzung des Platzes durch den Breitensport auch in der dunkleren Jahreszeit zu ermöglichen.

André Falk, der Sprecher der Westkurve, sagte in der jüngsten Sitzung vor den Stadtverordneten: „Eine geeignete Fortsetzung der Trainingsgruppen in Zeiten des abnehmenden Lichts, also in der Winteruhrzeit, ist dringend notwendig.“ Dass dafür eine „Flutlichtanlage“ benötigt wird, wie Bernd Richter vom Kommunalen Immobilienservice (Kis) im Sportausschuss sagte, bestreitet Christian Kube von den Anderen, der den Antrag für die Westkurve in die politische Diskussion gebracht hatte.

Grundproblem ist es laut Kube, dass in der aktuellen Diskussion die Nutzung des Platzes durch Schulen und Kitas Vorrang hat, obwohl die Initiative für die Reaktivierung des Platzes 2007 von der Westkurve ausging. Falk sagte vor den Stadtverordneten, zwei Schulen und ein Hort nutzten den Platz „für einige wenige Tagesstunden“. Nachmittags und abends aber würden die Sport- und Grünflächen „in einem hohen Maße von den Bewohnern des Stadtteils frequentiert“.

Zu den festen Nutzern zählten zehn Trainingsgruppen mit 100 Kindern und 100 Erwachsenen aus dem Wohngebiet. Hinzu kämen diverse Sport- und Kulturveranstaltungen wie das alljährliche Kinderspendenfest im September mit 1000 Teilnehmern zugunsten der Flüchtlingshilfe. Falk zitierte vor den Stadtverordneten auch das Geleitwort von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) zum aktuellen „Aktionsplan kinder- und jugendfreundliche Kommune“: „In einer wachsenden Stadt mit zunehmenden Flächenkonkurrenzen sind innovative Ideen gefragt...“.

In einer ersten Beratungsrunde im April wurde der Antrag vom Sportausschuss mit einer Stimme (Christian Kube) bestätigt, die restlichen fünf stimmberechtigen Mitglieder enthielten sich. Im Werksausschuss des Kis nahm Kube den Antrag selbst von der Tagesordnung. Er begründete das MAZ gegenüber damit, dass der Antrag mit Verweis auf geplante Bauarbeiten für erledigt erklärt werden sollte. In der jüngsten Stadtverordnetensitzung legte Kube die gekürzte Neufassung vor, die auf Antrag von Daniel Keller (SPD) erneut in die Ausschüsse überwiesen wurde. Der begründete es gegenüber MAZ mit Diskussionsbedarf im Kis-Werksausschuss. Und möglicherweise gebe es im Sportausschuss bei einer zweiten Abstimmung ein „stärkeres Votum“. Die Beteiligung der Bürgerinitiative Westkurve als Kernproblem ist damit in den Herbst vertagt: Der Antrag kommt frühestens im September wieder auf die Tagesordnung der Stadtverordneten.

Bürgerinitiative Westkurve

Die 2007 gegründete Bürgerinitiative Westkurve engagiert sich als Teil des Stadtteilnetzwerks Potsdam-West unter anderem mit freiwilligen Arbeitseinsätzen und Aufräumaktionen für eine Neugestaltung der Sport- und Freizeitanlage Hans-Sachs-Straße.

Ausführliche Informationen zu dem von der Nachbarschaft getragenen Projekt gibt es im Internet unter www.westkurve-potsdam.de

Von Volker Oelschläger

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