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Streit um illegale Skate-Anlage am „La Datscha“

Neuer Ärger im Potsdamer Unesco-Welterbe Streit um illegale Skate-Anlage am „La Datscha“

Jugendliche bauen neben dem alternativen Kulturzentrum „La Datscha“ am Rande des Babelsberger Parks im Unesco-Welterbe einen kleinen Sport- und Freizeitpark. Ein Beachvolleyballplatz gibt es schon, jetzt kam eine Skate-Anlage dazu, eine Kletterwand soll folgen. Doch nun kommt das Veto der Schlösserstiftung.

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Innerhalb einer Woche soll diese Anlage wieder abgebaut sein.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam/Babelsberg. Es gibt einen neuen Nutzerkonflikt am Rande des Parks Babelsberg. Mitarbeiter der Schlösserstiftung und Polizisten haben am Mittwoch den Abbau einer Skate-Anlage angeordnet, die neben dem alternativen Kulturzentrum „La Datscha“ nahe der Humboldtbrücke aufgebaut wurde. Den Beteiligten wurde eine Woche Zeit gegeben.

Die Skater reagierten in einer ersten Erklärung verständnislos: „Fern von ruhebedürftigen Wohnanlagen und gefährlichem Straßenverkehr, zentral gelegen und eine Brachfläche nutzend“, habe sich eine Gemeinschaft „engagierter Skater entschieden“, ihre Vorstellung von einer „idealen Skaterampe zu verwirklichen“. Geplant sei außerdem eine Kletterwand.

Die Fraktion Die Andere kritisierte den Vorgang: Der gesamte Grünstreifen zwischen Schnellstraße und Babelsberger Park sei „im Flächennutzungsplan als Grünfläche mit dem Nutzungsschwerpunkt Sport ausgewiesen“, hieß es in einer am Donnerstag verbreiteten Erklärung. Die Stiftung werde „aufgefordert, die Eigeninitiative der Skater zu respektieren und die bestimmungsgemäße Nutzung der Flächen nicht zu verhindern“.

Stiftungssprecher Frank Kallensee wies das zurück: Das Areal gehöre zum eingetragenen Denkmal Park Babelsberg und zum Unesco-Welterbe. Die Skate-Anlage sei illegal auf dem Grundstück der Stiftung errichtet worden: „Dies kann nicht hingenommen werden.“ Zudem handele es sich um eine „nicht geprüfte bauliche Anlage“, für die die Stiftung im Falle der Nichtbeseitigung haften müsste. Dies sei „ebenfalls nicht hinzunehmen“.


Der Ministerentscheid vom 22. Juli 2013 zum Bau des nahen Fußballplatzes „Nowawiese“ schließe „jegliche weitere bauliche Verdichtung auf der Vorfläche des Parks Babelsberg aus“. Auch der Bau einer Kletterwand auf dem Gelände sei „nicht hinzunehmen“.

Kritisch äußerte sich Kallensee auch zu dem schon vor geraumer Zeit angelegten Beachvolleyballplatz des „La Datscha“: „Der Beachvolleyballplatz wurde weder beantragt noch genehmigt, ergo ebenfalls illegal auf dem Grundstück der Schlösserstiftung errichtet.“ Die Stiftung dulde ihn bislang.

Von Volker Oelschläger

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