Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Streit um kostenlosen Eintritt für Volkspark
Lokales Potsdam Streit um kostenlosen Eintritt für Volkspark
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:17 24.11.2017
Ende September beim Drachenfest im Volkspark, der einzigen eintrittspflichtigen Parkanlage in Potsdam. Quelle: Friedrich Bungert
Potsdam/Bornstedter Feld

Der generelle Verzicht auf ein Eintrittsgeld für den Volkspark im Bornstedter Feld könnte die Stadt jährlich fast eine halbe Million Euro kosten. Das hat Herbert Claes, Bereichsleiter für Grünflächen, am Mittwochabend im Finanzausschuss bekannt gegeben. Neben dem Verzicht auf die Eintrittsgelder in Höhe von jährlich rund 170.000 Euro schlügen nach seinen Angaben „möglicherweise“ Steuern in Höhe von 300.000 Euro pro Jahr zu Buche. Er berief sich dabei auf eine Einschätzung des Entwicklungsträgers Bornstedter Feld.

Auf die Tagesordnung kam die Frage eines kostenlosen Eintritts für den Volkspark durch einen Antrag der Anderen, die sich dabei auf die Diskussion um die Beibehaltung des freien Eintritts in den Schlosspark Sanssouci bezogen. Bekanntlich zahlt die Stadt seit 2014 jährlich eine Million Euro für die Pflege der Parkanlagen an die Schlösserstiftung, um die wegen eines Pflegedefizits angekündigte Einführung eines Eintrittsgeldes für den Park Sanssouci zu verhindern. Anfang November haben die Stadtverordneten beschlossen, das Zuschussmodell weitere fünf Jahre beizubehalten, wenn die Stiftung nicht von ihren Trägern, dem Bund, Berlin und Brandenburg, mehr Geld bekommen sollte.

Kritiker bemängeln schon seit Jahren, dass die Stadt damit den freien Eintritt für die Anlagen eines fremden Anbieters subventioniert, ihre Bürger hingegen vor dem Zutritt zur eigene Parkanlage zur Kasse bittet. SPD-Fraktionschef Pete Heuer bot Annina Beck von den Anderen im Finanzausschuss an, sich einem von SPD und CDU/ANW in der Stiftungsdebatte eingebrachten Ergänzungsantrag anzuschließen. Demnach soll der Oberbürgermeister „prüfen“, wie das mit der Schlösserstiftung „ausgehandelte Modell auf den Volkspark übertragen werden kann“.

Beck lehnte mit der Begründung ab, dass der Antrag ihrer Fraktion über den von Heuer genannten Prüfauftrag hinausgeht. Nach dem Antrag der Anderen soll der Eintritt für den Volkspark „zum 1. Januar 2018 aufgehoben“ werden. Unter dem Eindruck der von Claes angeführten möglichen Mehrkosten im Zusammenhang mit der Steuer bat Beck jedoch vor der Abstimmung um Vertagung, um sich noch einmal in ihrer Fraktion zu beraten.

Um das Eintrittsgeld für den 2002 eröffneten Volkspark wurde schon mehrfach heftig gestritten. Zum Jahreswechsel 2009/10 erhöhten die Betreiber den Sommertarif erstmals von 1 auf 1,50 Euro. Auf Antrag der Anderen musste die Erhöhung zur Saison 2013 zurück genommen werden. Seit 2016 gilt jedoch wieder der höhere Preis. Die Frage nach kostenlosem Eintritt steht erstmals auf der politischen Agenda.

Von Volker Oelschläger

Potsdam Zeitreise mit der MAZ - Potsdam damals und heute

Potsdam verändert sich rasant - seit Jahren wird die Stadtmitte nach historischem Vorbild wieder aufgebaut. Die MAZ hat dazu im Fotoarchiv gestöbert und zeigt Bilder, wie Potsdams Stadtmitte vor 70, 80 Jahren aussah und wie es heute dort aussieht. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie und unternehmen Sie eine Zeitreise.

26.11.2017
Potsdam Kita-Notstand in Potsdam - Potsdams Linke fordern kommunale Kitas

Der Potsdamer Bundestagsabgeordnete Norbert Müller (Linke) kritisiert den Kita-Notstand in der Landeshauptstadt als „unhaltbar“ und fordert die Rückkehr zu kommunalen Kitas. Nach dem aktuellen Kita-Bedarfsplan werden noch in diesem Kita-Jahr mehr als 1300 Plätze zusätzlich „dringend“ benötigt.

23.11.2017

Jedes Jahr lädt der SC Potsdam, Brandenburgs größter Verein, zu einem Fest mit Livekonzert am Abend. Nach den Puhdys und Nena soll nun Schlagersänger Matthias Reim das Kirchsteigfeld tanzen lassen.

24.11.2017