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Streit um kostenlosen Eintritt für Volkspark

Potsdam Streit um kostenlosen Eintritt für Volkspark

Der Volkspark Potsdam ist der einzige Park in der Landeshauptstadt, für den man Eintritt zahlen muss. Das soll sich ändern – einen entsprechenden Antrag hat jetzt „Die Andere“ eingereicht. Doch ob es soweit kommt, ist fraglich. Denn die Stadt müsste dann auf viel Geld verzichten.

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Ende September beim Drachenfest im Volkspark, der einzigen eintrittspflichtigen Parkanlage in Potsdam.

Quelle: Friedrich Bungert

Potsdam/Bornstedter Feld. Der generelle Verzicht auf ein Eintrittsgeld für den Volkspark im Bornstedter Feld könnte die Stadt jährlich fast eine halbe Million Euro kosten. Das hat Herbert Claes, Bereichsleiter für Grünflächen, am Mittwochabend im Finanzausschuss bekannt gegeben. Neben dem Verzicht auf die Eintrittsgelder in Höhe von jährlich rund 170.000 Euro schlügen nach seinen Angaben „möglicherweise“ Steuern in Höhe von 300.000 Euro pro Jahr zu Buche. Er berief sich dabei auf eine Einschätzung des Entwicklungsträgers Bornstedter Feld.

Auf die Tagesordnung kam die Frage eines kostenlosen Eintritts für den Volkspark durch einen Antrag der Anderen, die sich dabei auf die Diskussion um die Beibehaltung des freien Eintritts in den Schlosspark Sanssouci bezogen. Bekanntlich zahlt die Stadt seit 2014 jährlich eine Million Euro für die Pflege der Parkanlagen an die Schlösserstiftung, um die wegen eines Pflegedefizits angekündigte Einführung eines Eintrittsgeldes für den Park Sanssouci zu verhindern. Anfang November haben die Stadtverordneten beschlossen, das Zuschussmodell weitere fünf Jahre beizubehalten, wenn die Stiftung nicht von ihren Trägern, dem Bund, Berlin und Brandenburg, mehr Geld bekommen sollte.

Kritiker bemängeln schon seit Jahren, dass die Stadt damit den freien Eintritt für die Anlagen eines fremden Anbieters subventioniert, ihre Bürger hingegen vor dem Zutritt zur eigene Parkanlage zur Kasse bittet. SPD-Fraktionschef Pete Heuer bot Annina Beck von den Anderen im Finanzausschuss an, sich einem von SPD und CDU/ANW in der Stiftungsdebatte eingebrachten Ergänzungsantrag anzuschließen. Demnach soll der Oberbürgermeister „prüfen“, wie das mit der Schlösserstiftung „ausgehandelte Modell auf den Volkspark übertragen werden kann“.

Beck lehnte mit der Begründung ab, dass der Antrag ihrer Fraktion über den von Heuer genannten Prüfauftrag hinausgeht. Nach dem Antrag der Anderen soll der Eintritt für den Volkspark „zum 1. Januar 2018 aufgehoben“ werden. Unter dem Eindruck der von Claes angeführten möglichen Mehrkosten im Zusammenhang mit der Steuer bat Beck jedoch vor der Abstimmung um Vertagung, um sich noch einmal in ihrer Fraktion zu beraten.

Um das Eintrittsgeld für den 2002 eröffneten Volkspark wurde schon mehrfach heftig gestritten. Zum Jahreswechsel 2009/10 erhöhten die Betreiber den Sommertarif erstmals von 1 auf 1,50 Euro. Auf Antrag der Anderen musste die Erhöhung zur Saison 2013 zurück genommen werden. Seit 2016 gilt jedoch wieder der höhere Preis. Die Frage nach kostenlosem Eintritt steht erstmals auf der politischen Agenda.

Von Volker Oelschläger

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