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Potsdam Was Radfahrer über die Lange Brücke wissen müssen
Lokales Potsdam Was Radfahrer über die Lange Brücke wissen müssen
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01:15 12.10.2018
Baustelle der Trambrücke im Februar 2009. Quelle: Bernd Gartenschläger
Innenstadt

Für Radfahrer wird der Wechsel zwischen Innenstadt und südlichen Vorstädten nach dem angekündigten Neubau der Langen Brücke zum Stresstest. Denn dann gibt es nach aktuellem Stand nur noch den Radweg auf der benachbarten Trambrücke, die 2009 als Neubau freigegeben wurde.

Peter Schultheiß (Potsdamer Demokraten/SPD) wollte in einer kleinen Anfrage wissen, ob der Fahrradverkehr „mit dem Bau der neuen Langen Brücke neu geregelt werden“ soll und ob wie bisher „ein Radstreifen auf der Westseite der Langen Brücke eingeplant“ ist. Antwort der Verwaltung: „Derzeit ist in diesem Bereich kein Radstreifen eingeplant.“ Nördlich und südlich müsse aber wieder „an bestehende Radwege angeschlossen werden“.

Rathaussprecherin Christine Homann sprach am Dienstag von einem „Missverständnis“. Sie erklärte, Schultheiß sei es nicht um einen Radweg, sondern um einen Radstreifen gegangen: „Ein Radstreifen“, so die Sprecherin, „ist die Führung auf der Fahrbahn. Dieser ist derzeit nicht geplant. Geplant ist aber selbstverständlich ein Radweg separat und neben der Fahrbahn, so wie er bereits jetzt besteht.“

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Präzisiert wurden auf Anfrage von Schultheiß auch Gestaltung und Konstruktion des Bauwerks, das die um 1960 mit Spannbeton gebaute Lange Brücke ersetzen soll. Das Design solle dem der Trambrücke entsprechen, schreibt die Verwaltung. Schon bei der ersten Ausschreibung dafür im Jahr 2005 habe es einen Wettbewerb mit der Vorgabe gegeben, einen „Ersatzneubau der Straßenbrücken zu berücksichtigen“.

Gefragt war demnach eine „Vision für ein Gesamtbauwerk“, bei dem die 2009 für den Verkehr freigegebene Trambrücke und die mehr als zehn Jahre später geplante neue Lange Brücke „eine Einheit bilden“. Rathaussprecherin Christine Homann teilte Montag auf Nachfrage mit, dass die neue Lange Brücke ebenso wie die Trambrücke als Stahlverbundkonstruktion errichtet wird.

Abriss voraussichtlich 2022

Der geplante Neubau des zentralen innerstädtischen Havel­übergangs hatte zuletzt vor einem guten halben Jahr für eine öffentliche Debatte gesorgt. Die zuständige Arbeitsgruppenleiterin im Rathaus hatte damals im MAZ-Gespräch mitgeteilt, die Lange Brücke werde voraussichtlich ab 2022 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Für Aufsehen sorgte, dass sich dieser Zeitplan mit dem vom Landesbetrieb Straßenwesen für 2020 bis 2023 vorbereiteten Neubau der Hochstraßenbrücke der Nuthestraße über der Friedrich-Engels-Straße überschneidet.

Rathaussprecher Stefan Schulz präzisierte zwar nach dieser Veröffentlichung im Februar, dass Abriss und Neubau der Langen Brücke „nach jetzigem Stand“ erst „nach Beendigung der Baumaßnahmen des Landesbetriebes Straßenwesen an der Hochstraßenbrücke“, also „frühestens ab 2023“ durchgeführt würden.

Kommunalpolitiker Schultheiß hingegen, der für Nachfragen der MAZ am Dienstag nicht erreichbar war, fixierte in seiner Anfrage erneut 2022 als Jahr für den Neubaubeginn. Rathaussprecherin Homann bestätigte auf MAZ-Nachfrage zum Zeitplan: „Frühestens ab 2022.“

Von Volker Oelschläger

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