Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Strom und Wärme werden teurer
Lokales Potsdam Strom und Wärme werden teurer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:36 01.11.2013
Mehr Geld für sauberen Strom. Quelle: dpa
Anzeige
Potsdam

Anfang 2014 erhöht die Energie und Wasser Potsdam (EWP) die Strom- und Fernwärmepreise; Gas bleibt stabil. Grund sind vor allem gestiegene Umlageforderungen auf Bundesebene, aber auch wachsende Instandhaltungs- und Personalkosten.

Beim Strom gibt es fünf Faktoren der Kostensteigerung, die eine Kilowattstunde um 1,3 Cent teurer machen. Neben dem Grund- oder Bereitstellungsjahrespreis von rund 65 Euro kostet die Kilowattstunde dann im Normalfall 29,044 Cent. Bei längeren Vertragslaufzeiten oder Ökostrombindungen gibt es preisliche Vorteile von 1,2 bis 2 Cent. Bei der Fernwärme werden pro Megawattstunde 4,02 Euro mehr fällig.

Zum 1.Januar 2014 werden mehrere gesetzlich vorgeschriebene Umlagen auf den Strompreis erhöht. EWP-Geschäftsführer Wilfried Böhme erklärt, sein Unternehmen könne die Steigerung nicht tragen und müsse sie auf die Endabnehmer umlegen. Man stehe zur Energiewende, die viele Preiserhöhungen verursacht, hoffe jedoch auf eine Reformierung des derzeitigen Fördersystems für erneuerbare Energien durch die künftige Bundesregierung, die den jährlichen Anstiegen der Umlage ein Ende bereitet oder diese zumindest deutlich abschwächt: „Wir unterstützen die Forderungen des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU).“

Beispielrechnungen bei Strom und Fernwärme

  • Ein-Personen-Haushalt: 76 Prozent der EWP-Kunden, Jahresverbrauch von 1750 Kilowattstunden Strom. Mehrkosten: 1,90 Euro im Monat, insgesamt 22,84 Euro im Jahr.
  • Zwei-Personen-Haushalt: 15 Prozent, Jahresverbrauch von 2400 Kilowattstunden. Mehrkosten: 2,61 Euro im Monat, 31,33 Euro im Jahr.
  • Drei-Personen-Haushalt: 5 Prozent, Jahresstromverbrauch von 3500 Kilowattstunden. Mehr: 3,81 Euro im Monat, 45,69 Euro im Jahr.
  • Vier-Personen-Haushalt: 2 Prozent, Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden. 4,35 Euro plus im Monat, 52,22 Euro im Jahr.
  • Bei der Fernwärme zahlt ein Kunde mit einem Verbrauch von 15 Megawattstunden im Jahr künftig 60,33 Euro mehr im Monat.
  • Wer sich auf drei Jahre an die EWP-Wärme bindet, reduziert die Steigerung auf 24,63 Euro.
  • Stets werden 1,14 Euro mehr je Kilowatt installierter Leistung des Fernwärmeanschlusses fällig.

Der Anteil von Steuern und Umlagen am Strompreis der EWP bei einem Verbrauch 1750 Kilowattstunden im Jahr (1 Person) beträgt satte 50 Prozent. Die vom Unternehmen beeinflussbaren Kostenanteile Erzeugung/Beschaffung/Vertrieb sowie Netzkosten liegen bei 29 beziehungsweise 21 Prozent, doch auch hier hat die EWP faktisch keinen Spielraum.

Unter den regionalen Stromversorgungsunternehmen in Brandenburg rangiert die EWP im Drittel der preiswertesten Anbieter. Sofern, wie erwartet, auch alle anderen Anbieter ihre Preise um die Erhöhung der Umlagen anpassen, würde sich das Ranking der EWP nicht ändern.

Die Erdgaspreise für Endkunden bleiben unverändert. Der Fernwärmearbeitspreis wird leicht steigen um 4,02 Euro je Megawattstunde. Für die Mieter der im Verband „Stadtspuren“ zusammengeschlossenen großen Wohnungsgesellschaften und -genossenschaften wurde im September 2013 ein für drei Jahre gültiger Sondervertrag mit besseren Bedingungen geschlossen. Mit den neuen Konditionen liegen die Fernwärmepreise der EWP im brandenburgischen Vergleich immer noch im günstigen Bereich.

Von Rainer Schüler

Potsdam Bauausschuss gegen Standort zwischen Bahndamm und Neptunbassin - Weiße Flotte: Neubau am Hafen

Die Träume von einem Neubau der Weißen Flotte am Bahndamm sind Dienstagabend vorerst geplatzt: Linke und CDU votierten für einen Neubau am Fuß des Mercure; die SPD enthielt sich mehrheitlich. Gegen den Standort Mercure stimmten Bürgerbündnis, FDP und Grüne.

01.11.2013
Potsdam Stadtverwaltung Potsdam will Satzung ändern - Tourismusabgabe 2.0

Tourismusabgabe oder Bettensteuer? Oder doch Parkeintritt? Potsdam will weiterhin freien Eintritt in den Park Sanssouci, überweist der Schlässerstiftung dafür eine Million Euro pro Jahr. Aber woher soll die Stadt dieses Geld nehmen? Die Stimmungslage bei der Frage Tourismusabgabe versus Bettensteuer ist weiter unklar. Doch am 6. November soll es eine Entscheidung geben.

01.11.2013
Brandenburg Preisanstieg bei Miete und Wohneigentum - Potsdam ist ein noch teureres Pflaster

Potsdam ist bei den Mieten und beim Wohneigentum das teuerste märkische Pflaster, und ein Ende der steigenden Preise ist nicht in Sicht. Das ergab eine Auswertung von Immobiliendaten der 22 größten ostdeutschen Städte und von Berlin, die die TLG Immobilien am Dienstag in Berlin vorstellte. Potsdam ist mittlerweile so teuer wie Köln oder Frankfurt am Main.

30.10.2013
Anzeige