Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Strom wird teurer, Gas und Fernwärme billiger
Lokales Potsdam Strom wird teurer, Gas und Fernwärme billiger
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:01 11.11.2016
Strom wird etwas teurer in Potsdam.  Quelle: Foto: Röd
Anzeige
Potsdam

 Ab 1. Januar wird die Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP) ihre Energiepreise anpassen. Während der Strompreis moderat teurer wird, senkt die EWP die Gas- und Fernwärmepreise. Nur bei den so genannten „Kochgaskunden“ steht eine leichte Anhebung ihres Grundtarifs ins Haus. EWP-Geschäftsführer Carsten Stäblein und Vertriebsleiter Andreas Buchholz stellten die Neuerungen am Mittwoch vor.

Strom: Grundpreis wird pro Jahr um 13 Euro teurer

Im Detail sehen die Änderungen folgendermaßen aus: Beim Strom wird – je nach Vertrag – um etwa 1,10 bis 1,50 Euro pro Monat auf einheitlich 6,55 Euro monatlich erhöht. Pro Jahr sind das 78,54 Euro, während es bislang 65,40 Euro jährlich waren – das sind rund 13 Euro mehr pro Jahr. Laut Stäblein gab es seit 2005 keine Anpassung der Grundpreise mehr. „Schuld“ an der Anhebung des Grundpreises ist unter anderem die EEG-Umlage zur Finanzierung der Energiewende. Die Ökostrom-Umlage wird 2017 wie berichtet von derzeit 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde angehoben. Hinzu kommen unter anderem die höheren Nutzungsentgelte der vorgelagerten Netzbetreiber, die die Verbindung von Potsdam zu den großen Energieanbietern wie Eon oder 50Hertz herstellen. „Die Summe der durch die EWP nicht beeinflussbaren Kostenerhöhungen beläuft sich damit auf 1,14 Cent pro Kilowattstunde“, erklärte Stäblein: „Die Veränderung wird jedoch nicht auf den Arbeitspreis umgelegt.“ Als Arbeitspreis werden die Kosten für die Kilowattstunde bezeichnet.

Fernwärmekunden können sich freuen

Frohlocken können ab Jahresanfang die Nutzer von Fernwärme. Für Direktkunden, die einen Liefervertrag mit der EWP haben, wird der Arbeitspreis um 3,58 Euro pro Megawattstunde gesenkt. „Für einen durchschnittlichen privaten Fernwärmekunden mit ungefähr 22 000 Kilowattstunden pro Jahr bedeutet dies eine Entlastung um etwa 61 Euro jährlich“, sagte Stäblein. Allerdings betrifft das nur 650 Kunden. Die Potsdamer Wohnungsgesellschaften und jene Kunden, die einen Vertrag mit einem Festpreis bis Ende 2018 abgeschlossen haben, sind davon nicht betroffen. „Der Fernwärmepreis, den sie bezahlen, ist in der Größenordnung aber ähnlich“, versicherte Stäblein. Sprich: Diese Kunden schneiden nicht schlechter ab als die Direktkunden.

Carsten Stäblein Quelle: Katrin Paulus

Gas: Gesunkene Marktpreise werden weitergereicht

Positive Nachrichten gibt es auch für Gaskunden. Wegen der gesunkenen Marktpreise für Erdgas wird der Preis für Endverbraucher um 0,91 Cent pro Kilowattstunde sinken. Für einen „typischen“ Gaskunden, der 25 000 Kilowattstunden pro Jahr verbraucht, bedeutet das eine Senkung um ungefähr 230 Euro – das entspricht einer Ersparnis von 13 Prozent.

Kochgaskunden zahlen künftig mehr – aber immer noch wenig im Vergleich

Für die „Kochgaskunden“ stehen auch Änderungen ins Haus – allerdings werden sie teilweise stärker zur Kasse gebeten. Der Grundpreis soll von rund 25 Euro auf 37,13 Euro pro Jahr angehoben werden. Stäblein wies darauf hin, dass die EWP im Vergleich der Kochgaskunden einer der günstigsten Anbieter in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ist – nur in Pritzwalk zahlt man noch weniger. Zudem habe es seit 2005 keine Anpassung der Grundpreise mehr gegeben.

Wie berichtet, war ursprünglich eine saftige Erhöhung der 25-Euro-Grundgebühr pro Anschluss auf etwa 70 Euro geplant gewesen. Im Gegenzug hätte es die Preissenkung für die restlichen Gaskunden geben sollen. Nachdem die Linken im EWP-Aufsichtsrat dagegen votiert hatten, gab es nicht die nötige Mehrheit für diese Tarifänderung. Nun hat man anscheinend eine Kompromisslösung gefunden, mit der alle leben können. „Das ist einstimmig vom Aufsichtsrat beschlossen worden“, bekräftige EWP-Chef Stäblein.

Von Ildiko Röd

Meckern muss auch mal sein. Meckern ist nötig. Aber nur Meckern? Das hilft einem nicht weiter, meint Martina Wilczynski. Mit dem Anfang des Jahres gegründeten Bürgerclub will die SPD-Frau das Gute im Schlaatz stärken und neue Impulse geben. Doch es ist gar nicht so einfach, die Nachbarn vom Sofa zu locken.

09.11.2016
Potsdam Verdichtungsstudie zum Potsdamer Kulturquartier - Schiffbauergasse wird wieder Baustelle

Das große Potsdamer Kunst- und Kulturquartier in der Schiffbauergasse wird wieder Baustelle. In einer Verdichtungsstudie wurden zusätzliche Räume für Kunst, Gastronomie und Gewerbe erkundet. Die erste Baustelle aber soll einen seit Jahren kritisierten Missstand beheben. 2017 soll es in der Schiffbauergasse nach 25 Jahren Wartezeit endlich öffentliche Toiletten geben.

09.11.2016
Potsdam Bauausschuss vertagt Streitthema - Zukunft des Hippodroms in Potsdam ungewiss

Die historische Parkanlage könnte wieder hergestellt werden – aber weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das sorgt für Unmut. Um die Gesamtentwicklung des Areals nicht zu behindern, wird der Rest des B-Plan-Verfahrens unabhängig davon auf den Weg gebracht. Es geht es unter anderem um den Bau einer Steganlage für Hasso Plattners Campus Jungfernsee.

09.11.2016
Anzeige