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Potsdam Studenten entwerfen Kunstdepot
Lokales Potsdam Studenten entwerfen Kunstdepot
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12:14 08.11.2013
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Potsdam

So könnte er aussehen, der Neubau des Kunstdepots für die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) auf dem Gelände des ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerkes in der Friedrich-Engels-Straße. Jedenfalls wenn es nach Jette Vehlow geht. Die Studentin der Potsdam School of Architecture der Fachhochschule hat sich mit Kommilitonen des Studiengangs Architektur und Städtebau unter Leitung von Professor Ludger Brands intensiv mit dem Bauplatz befasst. „Das sollte keine x-beliebige Kiste werden“, sagt Brands. Das SPSG-Projekt sei eine gute Gelegenheit für Studien seiner Studenten gewesen. Sie sollten eine klare Haltung einnehmen – vor allem zu dem Bauplatz. Es ging um die Auseinandersetzung mit dessen Geschichte und der Industriearchitektur, um hochwertige Materialien und einen monumentalen Auftritt, sagt Brands.

14 Entwürfe werden ab 9. November im Kavalierflügel von Schloss Glienicke präsentiert. Für das Projekt – das Depot soll auf der Brache neben der grauen Halle des Autobauers Magna Steyr entstehen – hatten seine Studenten klare Vorgaben: Auf einer Fläche von zirka 4800 Quadratmetern sollten in zwei Geschossen Funktionen wie Depots, Büros, Sozialräume und Werkstätten untergebracht werden. „Auch sollte das Haus durch eine klare Aussage zur städtischen Architektur diesen Standort nahezu emblematisch besetzen, der, von der Nuthestraße kommend, ein Blickfang zum Eintritt in die Stadt sein wird“, so Brands. Weil die einzulagernden Kunstobjekte weitgehend kein Tageslicht benötigen, kam es darauf an, einem nahezu fensterlosen Gebäude ein Gesicht und eine klare tektonische Ordnung zu geben. Die SPSG plant den Depot-Neubau, der 2017 bezugsfertig sein soll, in Kooperation mit dem Berliner Büro Staab Architekten, die auch das Wissenschafts- und Restaurierungszentrum am alten Theaterstandort in der Zimmerstraße entwarfen. Im September war dafür der Grundstein gelegt worden. Das Depot in der Teltower Vorstadt soll die Aufbewahrungsbedingungen für nicht öffentlich zugängliche Kunstgüter optimieren. Dort werden etwa die Bestände an Gemälden, Rahmen, Möbeln, Textilien, Tapeten, Metall und Glas aus mehreren Stiftungsstandorten zusammengeführt, was zu erheblichen Synergien in der internen wie externen Arbeit führen soll.

Die Ausstellung unweit der Glienicker Brücke ist bis zum 17. November zu sehen.

Vernissage am 8. 11., 18 Uhr, Kavalierflügel von Schloss Glienicke, Königsstraße 36, Berlin. Geöffnet Sa/So von 10 bis 17 Uhr, an Wochentagen nach Anmeldung unter Tel. 0174/9 09 72 71. Der Eintritt ist frei.

Von Carola Hein

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