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Potsdam Studenten hinter Kasernengrau
Lokales Potsdam Studenten hinter Kasernengrau
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20:57 20.02.2013

Laut Antrag für die nächste Sitzung der Stadtverordneten soll Oberbürgermeister Jann Jakobs ((SPD) beauftragt werden, „den Wunsch aus der Bürgerschaft“ nach anderen Farben für die Außenhülle als den geplanten Grautönen an den Bauherrn, das Studentenwerk Potsdam, „heranzutragen“. Etliche Potsdamer empfinden die Farbgebung der bereits in der Breiten Straße 3-7 und 18/19 vom Studentenwerk sanierten Wohnblöcke „als trist und bedauerlich“, begründete der Linke-Stadtverordnete Ralf Jäkel den Antrag seiner Fraktion. Die Studentenwohnungen dürfen sich „nicht hinter kasernenartig grauen Mauern verstecken“, so Jäkel. Es gehe jedoch nicht um „dominant bunte oder grelle Einfärbung oder die Bemalung mit Barockmustern“.

Stattdessen werden entweder „aufeinander abgestimmte“ Gelb-, Grün- oder Blautöne“ favorisiert. „Die Gestaltung der Wohnscheiben rings um die Neustädter Havelbucht gibt viele Beispiele für denkbare schöne Farbsysteme“, sagte Jäkel. Er beruft sich dabei auf Stimmen aus der Initiative Breite Straße, der Initiative Mitteschön, der Initiative Freies Tor, die die vom Studentenwerk vorgesehene Farbgestaltung kritisierten (MAZ berichtete).

In der vergangenen Woche war Jäkel bei Karin Bänsch, Geschäftsführerin des Studentenwerks, zu Gast. Nach dem Gespräch sei dem Linkspolitiker „klar geworden, dass es keine denkmalpflegerischen oder wirtschaftlichen Zwänge gibt, die neue Fassade grau gestalten zu müssen“. Im April soll die Hülle gestrichen werden. Jäkel hofft, mithilfe der Stadtverordneten das Studentenwerk umstimmen zu können. Die Debatte um die Farbgebung bezeichnete Studentenwerk-Sprecherin Gudrun Wewetzer gestern als „ausgesprochen ärgerlich“. Vor Jahren sei mit der Stadtverwaltung im Zuge der Bauvorbereitung für die Sanierung des Wohnblocks Breite Straße 3-7 die Gestaltung der Fassade diskutiert worden – mit bekanntem Ergebnis.

Wie berichtet, sollen 93 Studenten zum Wintersemester in dem Block in der Breiten Straße 15-21 eine neue, temporäre Heimat finden. Seit Herbst werden Räume und Fassade saniert. Im Oktober soll das Haus bezugsfertig sein. Beibehalten werden die Wohnungsschnitte der 1970er Jahre mit 27 bis 54 Quadratmeter großen Räumen. Die Wohneinheiten haben eine eigene Küche und ein Bad mit Dusche. Die Balkone wurden bereits abgerissen. (Von Ricarda Nowak)

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