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Potsdam Studi-Bude im Herzen von Potsdam
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18:03 24.06.2015
Student Patrick Penk (25) fühlt sich wohl in seinem Zwei-Zimmer-Apartment in der Breiten Straße. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Innenstadt

Studentischer Wohnraum ist in Potsdam knapp. Da ist es ganz hilfreich, wenn zur Feier einer gelungenen Wohnheimsanierung in der Breiten Straße 15-21 die Wissenschaftsministerin Zuwachs ankündigt.

Insgesamt 290 Wohnheimplätze versprach Sabine Kunst (SPD) für den Campus in Golm. Zwei Drittel davon werden allerdings nur Ersatz für alte, noch stehende Häuser sein, 101 Plätze werden neu hinzukommen. Elf Millionen Euro investiert das Land in Abriss und Neubau. „Es ist uns wichtig, in der kommenden Legislaturperiode auch das studentische Wohnen zu beachten“, sagt Kunst. Das habe man schon früher getan. In Brandenburg lebten immerhin 13 Prozent der Studierenden in einem Wohnheim. Im Bundesdurchschnitt finde dagegen nur jeder Zehnte einen Wohnheimplatz.

Das frisch sanierte Studentenwohnheim in der Breiten Straße. Quelle: Bernd Gartenschläger

In der teuren Landeshauptstadt sind die Verhältnisse freilich ein bisschen anders. Für die rund 24 000 Studierenden dort seien die derzeit 2320 Plätze des Studentenwerks Potsdam einfach zu wenig, findet Geschäftsführer Peter Heiß. Das hiesige Studentenwerk könne nur 9,6 Prozent der Studierenden eine Platz anbieten. Die Potsdamer Quote liegt damit noch unter dem Bundesdurchschnitt. „500 studentische Wohnungen für die Stadt mehr ist das, was wir uns wünschen“, sagt Heiß.

Dass ein Wohnheimplatz für fast jeden siebten Potsdamer Studenten bislang eher unter die Kategorie „Wünsch dir was“ fällt, ist auch Heiß klar. Er weiß aber auch: „Die Plätze gingen alle weg.“

Patrick Penk kann das bestätigen. Er hatte Glück. Vor zwei Jahren bezog der heute 25-jährige Bauingenieursstudent in der Breiten Straße 15-21 eines der gerade sanierten Appartements. „Es ist eine Spitzenlage“, sagt er. Zur Brandenburger Straße kommt er schnell zu Fuß, zur Fachhochschule in der Pappelallee braucht er zehn Minuten mit dem Fahrrad. Und 290 Euro warm für zwei Zimmer mit Küchenzeile und Bad mitten in Potsdam „war schon perfekt“. Einfach sei es aber nicht gewesen, so eine Wohnstatt im Herzen der City zu bekommen.

Sanierung mit Hindernissen

Das Studentenwerk Potsdam bietet nicht nur in der Landeshauptstadt Wohnheimplätze an. Zu den 2318 in Potsdam selbst kommen noch 295 Plätze in Brandenburg/Havel und 327 in Wildau hinzu. Die günstigsten Zimmer gibt es für 140 Euro im Monat in Golm, die tuersten in der Hermann-Elflein-Straße für 450 Euro im Monat.

Die Sanierung der Anlage in der Breiten Straße 15 – 21 lief nicht ohne Zwischenfälle ab. Im April 2013 kam in der obersten Etage – möglicherweise durch Diebstahl – aus einer Heizung ein Ventil abhanden. Wasser lief ungehindert durch alle Stockwerke. Schaden: über eine Million Euro. Sanierungsverzögerung: 14 Monate. bra

Kein Wunder, feierte das Studentenwerk gestern die im Oktober 2012 begonnene und im September 2014 für 4,1 Millionen Euro abgeschlossene Sanierung der Wohnzeile. Nötig gemacht hat sie vor allem der Brandschutz Das Haus hat aber auch fünf Plätze hinzugewonnen. Insgesamt sind es jetzt 93 Plätze. Und nicht nur das.

Sportmöglichkeiten beim Studentenwohnheim. Quelle: Bernd Gartenschläger

Im sanierten Anbau betreut die Kinderwelt GmbH stundenweise Kinder für zehn Euro am Tag, in einem anderen schwitzen nachmittags an die 20 Studenten in nagelneuen Räumen unter anderem beim Sling-Training. Einen Fitnessraum gab es zwar schon vorher, aber keinen mit brandaktuellen Geräten, glänzendem Parkett und dimmbarer Beleuchtung.

Von Rüdiger Braun

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