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Sturmchaos legt Verkehr in Potsdam lahm

Potsdam Sturmchaos legt Verkehr in Potsdam lahm

Ausnahmezustand in Potsdam. Durch das Sturmtief „Xavier“ kam der Nahverkehr in der Landeshauptstadt für Stunden komplett zum Erliegen: Die Busse und Trams standen von 16 bis 18 Uhr still. Gleichzeitig schlug die Stunde der gegenseitigen Hilfeleistungen.

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Umgestürzter Baum auf den Tram-Gleisen an der Potsdamer Heinrich-Mann-Allee.

Potsdam.  Ausnahmezustand in Potsdam. Durch das Sturmtief „Xavier“ kam der Nahverkehr in der Landeshauptstadt am Donnerstag für Stunden komplett zum Erliegen: Die Busse und Trams standen von 16 bis 18 Uhr still. „Um 16.05 Uhr ging die Order raus, dass alle Bus- und Straßenbahnfahrer ihre Fahrzeuge an einem sicheren Ort abstellen sollen“, sagte Stefan Klotz, Sprecher des Verkehrsbetriebs, gegenüber der MAZ. Auch der Autoverkehr wurde teilweise lahmgelegt und der S-Bahnverkehr war stundenlang unterbrochen.

Liveticker vom Sturmtag zum Nachlesen >

 In der Leitstelle der Feuerwehr herrschte Hochbetrieb, anstelle des sonst siebenköpfigen Bereitschaftsdienstes waren dort gestern 20 Leute im Einsatz. Draußen waren die Berufsfeuerwehren und alle freiwilligen Feuerwehren bei 120 Einsätzen unterwegs. Der Grund: „Bäume, Bäume, Bäume“, beschrieb Feuerwehr-Chef Wolfgang Hülsebeck das Chaos, das „Xavier“ in der Stadt hinterlassen hatte. „Zum Glück wurde aber niemand verletzt“, sagte er.

Ein Baum fiel in der Drewitzer Straße auf ein Auto. Zum Glück wurde niemand verletzt.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Die Schlösser und Gärten wurden geschlossen. „Im Park Sanssouci lagen die Bäume völlig quer – es war schlimm“, berichtete eine Stadtführerin der MAZ. Vor dem Eingang der Babelsberger Bruno-H.-Bürgel-Grundschule fällte der Sturm einen Baum. Glücklicherweise war zu dieser Zeit der Unterricht schon vorbei.

Ratlosigkeit im Potsdamer Hauptbahnhof unter den gestrandeten Reisenden

Ratlosigkeit im Potsdamer Hauptbahnhof unter den gestrandeten Reisenden.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Am Hauptbahnhof saßen die Menschen fest, weil die Gleise blockiert waren: „Wir haben versucht, ein Taxi nach Berlin zu bekommen, aber es fährt nichts“, erzählte eine Dame. Umgestürzte Bäume machten den Verkehr im Norden zum Chaos. Die Straßen nach Fahrland und Sacrow waren stundenlang dicht, genauso wie die Amundsenstraße und Nedlitzer Straße – eine Geduldsprobe besonders für Pendler. „Ich war zweieinhalb Stunden unterwegs“, erzählte die Neu Fahrländerin Heike Bergner, die sich kurz nach 17 Uhr mit dem Auto von Babelsberg auf den Weg nach Hause gemacht hatte und im Stau steckte. „Man hat oft den Motor ausgemacht und ergab sich in sein Schicksal.“ Trotzdem seien die Leute cool geblieben. Ab 20 Uhr kam man dann wieder durch.

 Gleichzeitig schlug die Stunde der gegenseitigen Hilfe. „Die Pendler tun sich schwer, von Berlin nach Potsdam zu kommen“, berichtete MAZ-Leser Harald Schramm, dessen Partnerin an einer Bushaltestelle in Groß Glienicke gestrandet war. „Sie und viele andere wurden von den Anwohnern mit Kaffee und Tee versorgt.“

Nahverkehr in Potsdam stand für zwei Stunden komplett still

Beim Heraufziehen des Sturms reagierten die Potsdamer Verkehrsbetriebe schnell. Um 16.05 Uhr ging die Order an alle Straßenbahn- und Busfahrer, einen sicheren Ort anzusteuern.

Auf den Linien zur Pirschheide und nach Rehbrücke stürzten Bäume auf die Fahrleitungen. In der Amundsenstraße blockiert ein Baum die Straße.

Gegen 18 Uhr
 

 
Zuerst fuhr die Bahn zwischen Fontanestraße und Platz der Einheit. Es folgten die Linien 92 und 96 zwischen Kirschallee/Viereckremise und Hauptbahnhof.

Nach und nach fuhren die Busse 690, 693, 694, 605 und 606...  
 
 

Von Jens Trommer und Ildiko Röd

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