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Potsdam Sturmtief legt Tramverkehr lahm
Lokales Potsdam Sturmtief legt Tramverkehr lahm
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16:14 29.10.2017
In der Heinrich-Mann-Allee riss Sturm „Herwart“ am Friedhof diesen Baum um. Die Feuerwehr musste die Reste von den Gleisen holen. Quelle: Gartenschläger
Potsdam/Potsdam-Mittemark

Sturm „Herwart“ tobte sich in der Nacht zum Sonntag und am darauffolgenden Vormittag auch in Potsdam und dem Umland aus. Zahlreiche Bäume stürzten um und versperrten Straßen und Gleisanlagen. „Wir haben den Straßenbahnverkehr am Sonntagmorgen um sechs Uhr eingestellt. Die Busse sind allerdings weiter gefahren“, berichtet Potsdams Stadtwerkesprecher Stefan Klotz. Auch der Fährverkehr zwischen dem Wohngebiet Auf dem Kiewitt und der Halbinsel Hermannswerder wurde unterbrochen.

In der Heinrich-Mann-Allee hatte „Herwart“ zwischen den Straßenbahnhaltestellen Friedhöfe und Sporthalle einen Baum umgerissen, dessen starke Äste die Oberleitung beschädigt hatten. Die Feuerwehr räumte die Baumreste von den Gleisen. Etwa um 9.15 Uhr nahmen die Tramlinie 92 und 94 ihre Fahrt zwischen der Kirschallee und dem Platz der Einheit beziehungsweise zwischen der Fontanestraße und dem Schloss Charlottenhof wieder auf. Der Verkehr auf der Linie 93 zwischen dem Bahnhof Rehbrücke und der Waldstraße wurde ab 11 Uhr wieder freigegeben. Eine halbe Stunde zuvor hatte die Fähre ihren Betrieb wieder aufgenommen.

Nichts ging mehr am Potsdamer Hauptbahnhof. Quelle: Bernd Gartenschläger

Auch die Bahngesellschaften unterbrachen die Verbindungen auf einigen Linien oder ließen die Züge nur auf Teilstrecken verkehren. Die Deutsche Bahn setzte den Verkehr der Regionalbahn 22/23 von Potsdam über Michendorf nach Berlin-Schönefeld sowie des Regionalexpresses 7 von Berlin nach Dessau aus. Der RE 7 fuhr vorübergehend nur von Berlin nach Wünsdorf-Waldstadt. Die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft (Odeg) stoppte ihre Regionalbahnlinie 33 zwischen Berlin-Wannsee und Jüterbog.

Insgesamt 30 Einsätze allein in Potsdam vermeldet die Regionalleitstelle Nordwest der Potsdamer Berufsfeuerwehr. 289 Notrufe gingen am Sonntagvormittag aus dem gesamten Einzugsgebiet der Leitstelle ein, zu dem auch die Landkreise Havelland, Ostprignitz-Ruppin und Prignitz gehören. In Wilhelmshorst wurde ein Feuerwehrmann nach der Alarmierung auf dem Weg zum Gerätehaus auf seinem Fahrrad von einem Auto erfasst und verletzt.

Der Südwestkirchhof in Stahnsdorf blieb am Sonntag auch für die Angehörigen der dort Bestatteten geschlossen. „Viele Bäume sind schon von dem vorigen Sturm schwer beschädigt worden. Herabstürzendes Bruchholz kann das Leben unserer Besucher gefährden. Deshalb haben wir entschieden, den Friedhof für die nächsten Stunden zu schließen“, erklärt Friedhofsverwalter Olaf Ihlefeldt. Leider hätten nicht alle Angehörigen Einsicht gezeigt, so dass er am Sonntag mit einigen hitzige Debatten führen musste, sagt Ihlefeldt.

Von Heinz Helwig

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