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Sturz im Blu: Rollifahrerin wartet lange auf Hilfe

Unfall in der Dusche des neuen Potsdamer Bades Sturz im Blu: Rollifahrerin wartet lange auf Hilfe

Eine junge Frau ist im gerade erst eröffneten Potsdamer 40-Millionen-Bad empfindlich gestürzt: Als sie sich von ihrem Rollstuhl auf den Duschsitz in der Damen-Umkleide umlagerte, löste sich dieser von der Wand. Die Frau blieb beim Sturz zwar unverletzt, doch sie musste 15 Minuten auf Hilfe warten. Das System wurde prompt überprüft, versichern nun die Stadtwerke.

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Potsdams neues Sport- und Freizeitbad eröffnete am 6. Juni.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. In Potsdams gerade erst eröffneten 40-Millionen-Bad am Brauhausberg „blu“ ist eine fehlende Schraube einer jungen Frau zum Verhängnis geworden. Die Rollstuhlfahrerin war in der vergangenen Woche im Blu schwimmen und verunglückte danach in der Dusche: Als sie sich aus dem Rollstuhl auf den Duschsitz umlagerte, löste sich der Sitz von der Wand – die junge Frau stürzte empfindlich. Mehrere Male zog sie die Notruf-Leine, vergebens. 15 Minuten musste sie auf den blanken Fliesen ausharren, bis ihr jemand zur Hilfe kam. „So etwas darf nie wieder passieren“, sagte sie der MAZ. Die Stadtwerke hätten aber prompt reagiert und die Mängel behoben.

„Dass es diesen bedauerlichen Vorfall am 8. Juni 2017 gegeben hat, müssen wir leider bestätigen und entschuldigen uns hierfür“, teilt Stadtwerke-Sprecher Stefan Klotz mit. „Nach unserem Kenntnisstand hatte sich die Frau nicht verletzt. Sie wurde von unseren Mitarbeitern danach betreut und der Vorfall aufgenommen.“

Laut Klotz haben die Bad-Mitarbeiter unmittelbar nach dem Vorfall die Behindertenduschen für Damen und Herren und die verstellbaren Sitze geprüft. „Offenbar wurde die entsprechende Schraube mit Plastikgriff von einem anderen behinderten Badegast zum Zwecke des Verstellens gelockert“, so Klotz. „Wir werden diese Schrauben austauschen gegen Schrauben ohne Plastikgriff, wodurch der Sitz dann zwar nicht mehr verstellbar ist, aber solche Vorfälle vermieden werden. Ein Defekt des Sitzes hatte nach unserem Kenntnisstand nicht vorgelegen.“

Auch die korrekte Weiterleitung der Meldung von der Notfallschnur an die Mitarbeiter sei in Zukunft sichergestellt. „Dies wurde auch geprüft, ebenso wie die Mitarbeiter eine erneute Einweisung erhalten haben.“

Von Nadine Fabian

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