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Suche nach Blindgängern im Park Babelsberg

Bombensuche in Potsdam Suche nach Blindgängern im Park Babelsberg

Im November 2015 hätte der Kampfmittelräumdienst des Landes im Park Babelsberg eine Weltkriegsbombe beinahe sprengen müssen, weil die Entschärfer fast im Schlamm versanken. Jetzt geht die Suche nach Kriegsmunition im Park weiter.

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Im Park Babelsberg wird nach Blindgängern gesucht. Für den Ernstfall weisen diese Schilder vor dem Parl den Weg für Rettungskräfte.

Quelle: MAZonline

Babelsberg. Bodenfröste sind nicht mehr zu erwarten; die Kampfmittelsuche im Park Babelsberg geht weiter. Nach dem Bombenfund vom November vergangenen Jahres im Strandbad am Park Babelsberg wird das Parkgelände nun überall da nach Munitionsresten aus dem Zweiten Weltkrieg abgesucht, wo das historische Bewässerungssystem des Parkes saniert werden soll; dazu sind Tiefbauarbeiten nötig.

Im Rahmen des Sonderinvestitionsprogramms für die preußischen Schlösser und Gärten (Masterplan), das der Bund und die Länder Brandenburg und Berlin zur Rettung bedeutender Denkmäler aufgelegt haben, setzt die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) seit dem 22. Februar die Arbeiten am Wassernetz im südlichen Teil des Park Babelsberg mit Kampfmittelsondierungen fort.

In diesem Bereich kam es 1945 zu Kriegshandlungen bzw. -einwirkungen. Die relevanten Flächen werden deshalb bis Anfang April 2016 mit Sonden untersucht. Möglicherweise verbliebene Kampfmittelreste werden freigelegt und anschließend durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst der Polizei des Landes Brandenburg entsorgt.

Mit einer Wand aus Strohballen hatte man für die Sprengung vor Ort vorgesorgt

Mit einer Wand aus Strohballen hatte man für die Sprengung vor Ort vorgesorgt.

Quelle: KMBD

Für die Besucher des Parks bestehen der Stiftung zufolge keine Einschränkungen. Im Fall eines Kampfmittelfundes wird der gefährdete Bereich sichtbar ausgewiesen und abgesperrt.

Zur Ausstattung des Parks gehörten einst zahlreiche Brunnen und Fontänen, Seen und Teiche, Bachläufe und Wasserfälle. Die meisten Anlagen wurden nach dem Ende der Monarchie 1918 stillgelegt. Im Rahmen des Sonderinvestitionsprogramms werden derzeit etwa zehn Kilometer des insgesamt rund 20 Kilometer langen gusseisernen Leitungsnetzes saniert, das von 2016 an wieder die Wasserspiele speisen und der Bewässerung des Parks dienen soll. Die Gesamtkosten des als „Komplexerschließung Park Babelsberg“ bezeichneten Projekts belaufen sich auf 5,7 Millionen Euro. Darin sind die 2006 bis 2008 getätigten Ausgaben für die Pumpenstation, die Sanierung des Hochbehälters (Achterbecken) und die Erneuerung des Geysirs mit insgesamt 1,7 Millionen Euro bereits eingerechnet.

Um die verbleibenden zehn Kilometer des Brauchwassernetzes sanieren und das Flatowturmbecken und den Großen See im Südteil des Parks füllen zu können, bedarf es jedoch noch weiterer Mittel in Höhe von rund drei Millionen Euro.

Von Rainer Schüler

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