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Potsdam Der Suche nach Elias gehen die Helfer aus
Lokales Potsdam Der Suche nach Elias gehen die Helfer aus
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02:32 12.07.2015
Die Suche nach Elias blieb bisher erfolglos und wird am Sonntag fortgesetzt. Quelle: Polizei/ Julian Stähle
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Potsdam/Schlaatz

Drei Tage können eine Ewigkeit sein. Der sechsjährige Elias aus Potsdam ist so lange nicht nach Hause zurückgekehrt. Die Polizei sucht mit einem Großaufgebot nach ihm. Bis zum Sonntagabend sind 184 Hinweise eingegangen. Doch bisher fehlt jede Spur von dem fröhlichen Kind. In den vergangenen Tagen sind die Potsdamer zusammengerückt, haben gemeinsam Wälder durchforstet und jeden Stein umgedreht. Doch am Sonnabend gingen der freiwilligen Organisation die Helfer aus.

Leistungskapazitäten erreicht

"Halfen am Freitag noch 700 Menschen, kamen wir am Sonnabend nur noch auf knapp 200", erklärt Gabi Franz. Sie organisiert die freiwillige Suche. Versorgungspunkt ist das Bürgerhaus am Schlaatz. Dort gibt es neben Lagebesprechungen und der Einteilung in verschiedene Suchtrupps auch Verpflegung, um länger durchzuhalten.

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184 Hinweise - so die Bilanz der Polizei am Sonnabend. Trotzdem gibt es auch nach diesem Tag keine heiße Spur zum vermissten Elias. Seit Mittwoch wird der sechs Jahre alte Junge vermisst. Neben der Polizei haben auch die Helfer wieder viele Kräfte mobilisieren können. Doch es könnten deutlich mehr werden.

Gabi Franz ist verwundert, führt die Zahl auf das Wochenende zurück. "Bei einigen ist sicher auch die Power raus", sagt sie. Viele hatten sich schon Donnerstag und Freitag durch nichts abbringen lassen und bis tief in die Nacht die Gegend rund um Schlaatz durchkämmt. Das zehrt an der Leistungsfähigkeit.

HIER einen Kommentar zur Solidarität um Elias lesen>>

Samstag starteten die Helfer um 9.30 Uhr am Bürgerhaus, 15 Helfer hatten es bis dahin an den "Stützpunkt" geschafft. Sie hofft auf weiten Zuspruch in den kommenden Tagen. Mittlerweile sind auch nicht mehr nur Potsdamer auf der Suche. Sie kommen aus Berlin, Fürstenwalde und anderen Orten.

Elias Mutter bedankt sich persönlich bei Helfern

Elias Mutter hat das Bürgerhaus in Schlaatz am Samstag kurz besucht. Sie dankte den Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz. "Sie ist überwältigt, dass so viele Menschen daran Anteil nehmen und viele Hunderte bei der Suche schon geholfen haben", erklärt ihre Freundin Anja Berger im Anschluss gegenüber MAZonline. Es sei "der Wahnsinn", wie viele Helfer sogar in der Nacht mit Taschenlampen unterwegs waren. Berger hat selbst eine Facebook-Seite eingerichtet, um möglichst viele Menschen zu erreichen und sie auf dem Laufenden zu halten. Mitten im Waldstück habe sie die Seite eingerichtet - und entschuldigt sich schüchtern für den Rechtsschreibfehler. Doch so schnell lässt der sich nicht beheben. "Unwichtig", sagt sie.

Anita S. bedankt sich bei den freiwilligen Helfern am Sonnabend. Sie ist in diesen schweren Tagen mehrfach unter Tränen zusammengebrochen. Quelle: Julian Stähle

Sowohl Familienfreundin Berger und Elias Mutter, Anita S., hoffen, dass der Einsatz bald die erste heiße Spur und den Sechsjährigen wieder nach Hause bringt. Hoffnung, das ist auch für Gabi Franz und ihre Helfer die Motivation, weiterzumachen. "Wir glauben ganz fest daran, dass Elias am Leben ist", sagt die Koordinatorin.

Jeder Tag ist eine neue Herausforderung

Neben fehlenden Helfern gibt es allerdings ein weiteres Problem für die Freiwilligen. "Wir müssen uns jeden Tag ganz neu organisieren", erklärt Franz. Grundlegend seien es logistische Schwierigkeiten, die bewältigt werden müssen. Sonnabend konnte der Strom des Bürgerhauses im Schlaatz genutzt werden. Doch das hat am Sonntag geschlossen. Außerdem sind die Bierbänke und Pavillons nur noch am Wochenende geordert. "Ob sie ab Montag weiter zur Verfügung stehen, sollte Elias nicht gefunden werden, können wir momentan nicht sagen", so die freiwillige Helferin. 

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Auch am Freitag ist weiter nach Elias gesucht worden. Von dem Jungen fehlt weiterhin jede Spur. Auch am Freitag haben sich neben der Polizei wieder hunderte Freiwillige an der Suche beteiligt.

In den vergangenen Tagen wurden die Helfer zu verschiedenen Einsatzorten gefahren. Das kostet viel Benzin. Die freiwilligen Kräfte hoffen auf eine Spende von Tankstellen. Schon die ein oder andere Tankfüllung sei hilfreich, heißt es vom Organisationsteam. Das Flyertaxi, eine kleine Druckerei, hat bisher den Ausdruck und auch eine erste Verteilung von Suchzetteln kostenfrei übernommen. "Das Ausmaß ist aber riesig und lässt sich gar nicht mehr so einfach stemmen", sagt Gabi Franz gegenüber MAZonline. Nichtsdestotrotz sei die Resonanz bemerkenswert. Verpflegung, Getränke, Taschenlampen, Warnwesten: Sie würde ewig brauchen, um alles aufzuzählen. Sonnabend kam sogar die Feuerwehr, um den Grill anzuheizen und für eine angenehme Pause für die Helfer zu sorgen. Sie sollen schließlich fit sein, wenn es in die lange Nacht zum Sonntag geht.

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Seit Anfang Juli wird in Potsdam nach dem 6-jährigen Elias gesucht. Viele Anwohner und besorgte Eltern beteiligten sich an der Suche. Die Polizei setzte unter anderem einen Hubschrauber für die Suche ein.

Von MAZonline

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