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Potsdam Sucht-Ambulanz hat die Arbeit aufgenommen
Lokales Potsdam Sucht-Ambulanz hat die Arbeit aufgenommen
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20:10 12.04.2017
Antrittsbesuch: (v.l.) Ambulanz-Leiterin Carmen Bangeow, Sozialdezernent Mike Schubert, Gesundheitsamtsleiterin Kristina Böhm und Johannes Lindenmeyer, Direktor der Salus-Klinik Lindow. Quelle: Nadine Fabian
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Potsdam

Die Möbel fehlen noch, aber die ersten Beratungsgespräche sind geführt: Ab sofort betreibt die Salus-Klinik Lindow die ambulante Suchtberatungsstelle sowie die Suchtpräventionsfachstelle für Erwachsene in Potsdam. Am Mittwoch schauten der Beigeordnete für Soziales, Jugend, Gesundheit und Ordnung, Mike Schubert (SPD), und die Gesundheitsamtsleiterin Kristina Böhm auf einen Antrittsbesuch vorbei, um sich bei Ambulanzleiterin Carmen Bangeow und dem Direktor der Salus-Klinik-Lindow, Johannes Lindenmeyer, über den Start zu informieren.

Zu finden ist die Ambulanz in Haus Q auf dem Campus des Bergmann-Klinikums (Eingang Gutenbergstraße). Eine hervorragende Lage, so Lindenmeyer, biete sie doch ein gewisses Maß an Diskretion. „Sucht ist sehr peinlich für die Betroffenen“, so der Experte. Die Hemmschwelle, sich Hilfe zu holen, sei extrem hoch. Wer auf den Campus kommt, falle indes nicht sofort als Suchtkranker auf wie es etwa bei einer in einer belebten Straße gelegenen Beratungsstelle geschehen könnte – das mache es Betroffenen womöglich leichter.

„In Deutschland halten wir zwar eine sehr gute und teure Suchthilfe vor“, sagt Lindenmeyer. „Aber wir erreichen dennoch nur etwa zehn Prozent der Betroffenen – und das im Schnitt auch erst nach zwölf Jahren Sucht. Das sind zwölf Jahre, in denen der Betroffene und sein Umfeld leiden.“

In Potsdam wolle – und könne – die Salus-Klinik durch ihre gute Vernetzung prompte Hilfe für jede Phase der Sucht leisten. Die Ambulanz werde elf Beratungsmodule zu verschiedenen Suchtproblemen, etwa zu schädlichem Alkoholkonsum, zu problematischem Medienkonsum und zur Raucherentwöhnung anbieten. In der Prävention soll es acht Module geben. Auch Angehörige von Suchtkranken erhalten in der Ambulanz Unterstützung. Durch die enge Kooperation mit dem Klinikum sei es zudem möglich, proaktiv auf Betroffene zuzugehen – so können man Suchtprobleme auch im Frühstadium erkennen und überwinden.

Die Ambulanz ist Montag bis Donnerstag, 9 bis 17 Uhr, geöffnet und unter 0331/887104911 zu erreichen. „Man kann einfach vorbeikommen. Um Wartezeiten zu vermeiden, ist eine Anmeldung aber ratsam“, sagt Ambulanzleiterin Carmen Bangenow.

Die Salus-Klinik Lindow (Ostprignitz-Ruppin) verfügt über eine 20-jährige Suchtexpertise und betreibt bereits vier Beratungsstellen in Potsdam-Mittelmark, eine vom Land geförderte überregionale Suchtpräventionsfachstelle sowie mehrere Selbsthilfe-Onlineprogramme. Um die Suchtprävention für Kinder und Jugendliche kümmert sich weiterhin der Chill-out-Verein. Beide Träger hatten zum 1. April den Zuschlag der Landeshauptstadt im europaweiten Ausschreibungsverfahrens erhalten.

Von Nadine Fabian

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