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Potsdam Suttner-Gymnasium wird Anti-Rassismus-Schule
Lokales Potsdam Suttner-Gymnasium wird Anti-Rassismus-Schule
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22:02 12.01.2019
Dem Bertha-von-Suttner-Gymnasium in Potsdam-Babelsberg wird am 12.01.2018 der Titel „Schule ohne Rassismus –Schule mit Courage verliehen“. Abgebildet (v.l. ; Erwachsene)Thoralf Höntze vom SV Babelsberg 03, Schulleiterin Astrid Thorak, Oberbürgermeister Mike Schubert, Schulsozialarbeiter Christian Raschke. Quelle: Friedrich Bungert
Babelsberg

Mindestens 70 Prozent der Schüler machen bei Projekten gegen Rassismus mit, und sie haben dafür einen starken Paten – so lautet die Bedingung für den Titel „Schule gegen Rassismus –Schule mit Courage“. Das Bertha-von-Sutter-Gymnasium hat ihn am Samstag bekommen; als nunmehr zehnte Schule in der Landeshauptstadt. Es gab in der Aula einen Festakt der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA); Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) sprach und Thoralf Höntze vom Babelsberger Fußballclub SVB 03, dem Partner des ausgezeichneten Gymnasiums. Großer Bahnhof am nunmehr achten Tag der offenen Tür, an dem sich Grundschüler mit ihren Eltern die Schule anschauen, die sie vielleicht zum Abitur führen.

Das werde sich entscheidend auswirken auf den weiteren Bildungsweg der Kinder, sagte Schubert. Eine übergreifende Wissensvermittlung in den gesellschaftspolitischen Fächern werde den Schülern den Einstieg auch in gesellschaftpolitische Diskussionen eröffnen, um „Ideale einer gerechten Welt“ einzubringen. Schüler und Lehrer müssten sechs Jahre lang ein Team sein.

Die am Suttner-Gymnasium gelebte Aufgeschlossenheit werde „leider nicht gegenüber allen Mitmenschen angewandt“, bedauerte Schubert. Ab sofort zeige sich das Gymnasium auch nach außen, mit einem Blechschild, als Lernstätte, in der die Schulgemeinschaft gegen Gewalt und Diskriminierung einschreitet. Die Anstrengungen für den Titel seien kontinuierlich gewesen.

Die Neuntklässler Noella Krüger und Kira Weiß berichteten von einem Kennenlernbesuch in der Flüchtlingssammelunterkunft auf dem Brauhausberg, die von den ausländischen Kindern so begeistert angenommen wurden, dass die Babelsberger Schüler wiederkamen. Zwei Mal im Monat spielte, redete, bastelte und buk man miteinander, und der Kontakt blieb auch erhalten, als die Unterkunft auf dem Berg geschlossen wurde. Heute besuchen die Gymnasiasten ihre „Patenkinder“ in der Unterkunft am Konsumhof. Und für den 18. Mai haben die Kids einen ersten „großen Termin“ beim Fußballclub. Dann findet im und am „Karli“ das 17. antirassistische Stadionfest statt, mit dem Gymnasium als Akteur.

Von Rainer Schüler

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