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Potsdam Swing, Rock und Pop in Uniform
Lokales Potsdam Swing, Rock und Pop in Uniform
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01:15 12.08.2018
Die Big Band der Bundeswehr trat bereits 2016 in Potsdam vor dem Brandenburger Tor auf. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Moskau, New York, Madrid, Rio de Janeiro – und alsbald wieder Potsdam: Die Big Band der Bundeswehr kehrt nach ihrem umjubelten Auftritt vor zwei Jahren auf den Luisenplatz zurück. Am 6. September wird das Unterhaltungsorchester mit Bandleader Timor Oliver Chadick ab 20 Uhr vor dem Brandenburger Tor groß aufspielen. Möglich gemacht haben diesen Auftritt der Rotary Club Potsdam, das Bundeswehr-Sozialwerk und die Landeshauptstadt. „Das ist eine Riesennummer, diese Truppe hier zu haben“, freut sich der einstige Eurosportreporter Dirk Thiele als Mitglied der Rotarier.

Das rund zweistündige Bühnenprogramm kostet keinen Eintritt, aber es werden Spenden gesammelt, die der Potsdamer Tafel und dem Bundeswehr-Sozialwerk für die Betreuung von Soldatenfamilien in Not zufließen sollen. Diese Aufgabe übernehmen als Robin Hood gekleidete Kinder des Musiktheaters Buntspecht, die von zehn Erwachsenen vom Inner Wheel Club Potsdam begleitet werden. 2016 kamen während des Konzerts auf dem Luisenplatz 35 870 Euro zusammen.

Rainer Glatz, Generalleutnant a.D., organisiert das Konzert in Potsdam Quelle: Jens Trommer

„Es wäre schön, wenn wir dieses Ergebnis wieder erreichen oder sogar knacken könnten“, sagt Rainer Glatz. Der 67-jährige Generalleutnant a.D. ist seit anderthalb Jahren mit der Organisation des Potsdamer Konzertes beschäftigt. Sponsoren suchen, Genehmigungen seitens der Stadt einholen, Gäste einladen, Sicherheitskonzepte mit Polizei und Feuerwehr abstimmen, den Kontakt zur Big Band halten – die Aufgaben sind umfänglich und vielfältig. „Ich bin ein Ein-Mann-Betrieb“, sagt Glatz, der bereits beim Konzert vor zwei Jahren die Strippen im Hintergrund gezogen hatte. „Es war ein Traum, Dancing in the Street. 4000 bis 5000 Zuhörer sind damals auf den Luisenplatz und die Brandenburger Straße gekommen“, erinnert sich der General, der von 2009 bis 2013 das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Geltow befehligte.

Helmut Schmidt: Ein moderner Sound für eine moderne Armee

Wer glaubt, die im Jahr 1971 auf Initiative vom damaligen Verteidigungsminister und späteren Bundeskanzler gegründete Helmut Schmidt (SPD) gegründete Big Band der Bundeswehr spiele nur Marschmusik oder dergleichen, liegt falsch. Schmidt wünschte sich einen modernen Sound für eine moderne Armee. Das Repertoire ist äußerst vielfältig, umfasst Swing, Rock, Pop und Filmmusik. Alle Instrumentalisten sind handverlesen, in ihren Fachgebieten erstklassige Solisten und Absolventen der renommiertesten Hochschulen für moderne Unterhaltungsmusik.

Bandleader Timor Oliver Chadik beispielsweise studierte an der Musikhochschule Würzburg und schloss sein Diplom im Jahr 2000 und die anschließende Meisterklasse mit Auszeichnung ab. Er ist Preisträger verschiedener Wettbewerbe. 2015 übernahm der Oberstleutnant als nunmehr siebenter Bandleader die Big Band.

DSDS-Star Susan Albers singt für die Big Band

Und es gibt mit Susan Albers, Jemma Endersby und Marco Matias drei neue Sänger. Susan Albers (34) steht seit mehr als 25 Jahren auf der Bühne. 2011 wurde sie bei der Verleihung des 29. Deutschen Rock und Pop Preises in Wiesbaden in den Kategorien „Beste Singer/Songwriter“, „Beste Popband“ und „Beste Popsängerin“mit dem 1. Platz ausgezeichnet. Bei der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ 2012/13 schaffte sie es bis in die Liveshows und belegte Rang vier. Jemma Endersby (33) wuchs im englischen Bedford auf und stand bereits mit den Fantastischen Vier, Max Herre, Rea Garvey, Cassandra Steen und Revolverheld auf der Bühne.

Sänger Marco Matias (43) stammt aus Portugal. Er trat bei „Wetten dass...“ auf und nahm 2006 als Teil der Gruppe „six4one“ für die Schweiz beim „Eurovision Song Contest“ teil. Für internationales Flair ist also auch gesorgt.

Von Jens Trommer

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