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Tausende rocken gegen Rassismus

Festival „Rhythm against Racism“ Tausende rocken gegen Rassismus

Laut gegen Rassismus: Fünf Bands haben am Vorabend des 1. Mai auf dem Luisenplatz vor rund 5000 zumeist jungen Potsdamern aufgespielt. Mit dabei waren die Lokalmatadoren „44 Leningrad“ und die Hannoveraner Punkrocker Montreal“. Am 1. Mai demonstrierten mehr als 400 Potsdamer für gute Arbeit und gerechte Löhne.

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Abfeiern beim Festival „Rhythm against Racism“ am Samstagabend auf dem Luisenplatz.

Quelle: Friedrich Bungert

Innenstadt. Für gute Arbeit, höhere Löhne, gerechte Renten: Mehr als 400 Potsdamer – und damit deutlich mehr als in den vergangenen Jahren – sind, begleitet von treibenden Rhythmen aus dem Lautsprecherwagen der Linkspartei, am 1. Mai vom Platz der Einheit in einem großen Bogen durch die Innenstadt zum Alten Markt gezogen. Rote Fahnen von SPD, Linke, DKP und von Gewerkschaften wie Verdi bestimmten das Bild am Tag der Arbeit, den der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) unter das diesjährige Motto „Zeit für mehr Solidarität“ gestellt hatte. Zu den Demonstranten gehörten mit Oberbürgermeister Jann Jakobs und Kämmerer Burkhard Exner (beide SPD) auch Vertreter der Stadtspitze.

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Potsdam, 1. Mai 2016 – Zum Tag der Arbeit am Sonntag haben in Potsdam rund 400 Menschen für gute Arbeit und gerechte Löhne demonstiert. Rote Fahnen von SPD, Linke, DKP und von Gewerkschaften wie Verdi bestimmten das Bild.

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Ein deutliches Heraufsetzen des Mindestlohns auf zwölf Euro pro Stunde forderte Linke-Bundestagsabgeordnete Norbert Müller. „Das gesamte Lohnniveau muss steigen, um Armutsrenten in ganzen Regionen Deutschlands zu vermeiden.“ Gleichzeitig wendete sich Müller gegen den „Befristungswahnsinn“, mit dem viele Berufseinsteiger konfrontiert werden. Sichere statt befristete Arbeitsplätze müssten geschaffen werden. Indiskutabel sei dagegen ein Anstieg des Rentenalters auf 67 oder gar 70 Jahre. „Man kann mit über 70 noch Finanzminister sein wie Herr Schäuble. Aber einen Dachdecker oder Klinikpersonal so lange arbeiten zu lassen, ist keine gute Idee.“ Ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzte DGB-Regionalgeschäftsführer Detlef Baer beim Nach-Demo-Volksfest auf dem Alten Markt. „Das ist an all jene, die hetzen und spalten wollen: Verfolgten muss Asyl gewährt werden, dazu verpflichtet uns Artikel 1 des Grundgesetzes: Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Geistigen und tatsächlichen Brandstiftern müsse man „entschlossen entgegen treten“, sagte Baer.

Lautes Einläuten in den Mai war am Vorabend das Umsonst-und-draußen-Festival „Rhythm against Racism“, das zum 16. Mal stattfand. Nach Schätzungen der Veranstalter feierten rund 5000 Gäste auf dem Luisenplatz die Punkrocker von „Cat Eaters“, danach folgten die Lokalmatadoren von „Stadtruhe“ sowie die stets mitreißende Russian-Speedfolk-Band „44 Leningrad“. Das quer im Bühnenhintergrund gespannte Transparent gab das Motto des Abends vor: „Kein Sex mit Nazis“. Das Bier floss in Strömen, ab und zu wehten Marihuana-Wölkchen über die tanzenden Massen. Das Publikum noch mehr zum Kochen brachten die Hannoveraner Punk-Rocker von „Montreal“ und die Berliner Musiker von „Polkageist“.

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Am Vorabend des 1. Mai feierten rund 5000 Potsdamer beim Umsonst-und-draußen-Festival „Rhythm against Racism“ auf dem Luisenplatz.

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Von Ricarda Nowak

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