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Potsdam Taxifahrten in Potsdam werden teurer
Lokales Potsdam Taxifahrten in Potsdam werden teurer
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20:41 09.10.2017
Der steigende Mangel an Fahrern macht sich bemerkbar: Frustrierte Fahrgäste vermehrt über die langen Taxi-Wartezeiten. Quelle: Friedrich Bungert
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Potsdam

Taxifahren soll teurer werden – und zwar um zehn Prozent je Kilometer, der auf der Kurzstrecke werktags in der Zeit zwischen 6 und 22 Uhr gefahren wird. Konkret heißt das: Der Preis steigt von 1,90 Euro je Kilometer auf 2,10 Euro, wenn die Tour nicht über vier Kilometer hinausgeht. In den Nachtstunden muss der Fahrgast bei kurzen Strecken tiefer in die Tasche greifen. Von 22 bis 6 Uhr erhöht sich der Kilometerpreis von zwei Euro auf 2,40 Euro – also um 20 Prozent.

Dass Tages- und Nachttarif unterschiedlich stark ansteigen sollen, liegt an den unterschiedlichen Nutzergruppen: „Es ist zu bemerken, dass der Tagestarif verstärkt von älteren und bedürftigen Personen sowie für Arztbesuche, Behördengänge und Einkaufsfahrten genutzt werden“, heißt es in der Neufassung der Taxitarifordnung, die heute Abend im Bauausschuss diskutiert werden soll: „Daher ist für die Kurzstrecken eine moderate Erhöhung beziehungsweise für längere Fahrten ab fünf Kilometer keine Erhöhung vorgesehen.“ Die längeren Strecken bleiben unverändert bei 1,70 Euro pro Kilometer werktags und 1,80 Euro pro Kilometer nachts. Die Einschaltgebühr für ein normales Pkw-Taxi steigt von 3,50 auf 3,80 Euro. Neu ist die Gebühr von einem Euro für einen online oder telefonisch erteilten Fahrauftrag.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit Taxis?

Während der durch den Sturm Xavier verursachten Bahnprobleme wurde ein weiteres Taxidilemma deutlich: Potsdamer Taxifahrer fahren ungern nach Berlin, weil sie wegen einer Gebietsregelung aus dem anderen Bundesland keine Fahrgäste mit zurück nehmen dürfen.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit Taxis, liebe Leser? Schreiben Sie uns an potsdam-stadt@MAZ-online.de.

In der jetzigen Vorlage für die Stadtverordneten wird die Tarifanpassung mit der ökonomischen Situation der Unternehmen begründet – erstmals auch unter Berücksichtigung des Mindestlohns von 8,84 Euro brutto pro Stunde. Die Vorlage verweist auf das Ergebnis des neuen Taxigutachtens, in dem die wirtschaftliche Lage in den Taxiunternehmen als „weiterhin unzureichend“ bezeichnet wird: „Damit kann eine Bedrohung der Funktionsfähigkeit des Gewerbes nicht ausgeschlossen werden.“ Laut Gutachten ist ein Erlös-Fehlbetrag von rund 2500 Euro pro Taxi und Jahr zu erwarten.

Bald wird das Taxifahren teurer. Quelle: Julian Stähle

Harry Kortschlag, der im Vorstand des Taxiverbands Potsdam tätig ist, schlägt ebenfalls Alarm: „Durch den Mindestlohn ist die Lohnhöhe für die Unternehmen so hoch geschraubt, dass das wirtschaftliche Arbeiten nicht mehr möglich ist.“ Die Konsequenz: Konzessionen würden immer häufiger zurückgegeben. Und: „Es fehlen die finanziellen Anreize, um Nachwuchs zu finden.“ Insbesondere die Betriebe mit angestellten Fahrern seien in den letzten Jahren rapide zurückgegangen, so Kortschlag. Im Rathaus werden die rückläufigen Zahlen bestätigt: Nachdem allein in diesem Jahr neun Taxikonzessionen zurückgegeben wurden, gibt es 172 Konzessionen in der Stadt. Die Rückgaben seien aus wirtschaftlichen Gründen, altersbedingt oder wegen Fahrermangels erfolgt, erklärt Stadtsprecher Markus Klier.

Der steigende Mangel an angestellten Fahrern macht sich bemerkbar: Wie berichtet, klagen frustrierte Fahrgäste vermehrt über die langen Wartezeiten auf bestellte Taxis.

Von Ildiko Röd

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