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Tempo 20 in der Potsdamer Innenstadt

Verkehrskonzept Tempo 20 in der Potsdamer Innenstadt

Bis zum Juli will die Stadt Potsdam einen Katalog vorlegen mit Maßnahmen, die zur weiteren Verkehrsberuhigung in der Innenstadt beitragen sollen. Am Dienstagabend gab es dazu im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte die letzte Werkstattrunde mit interessierten Bürgern.

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Anfang April wurden die ersten Poller zum Schutz der Fußgängerzone in der Brandenburger Straße versenkt. Bald soll es mehr davon geben.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Innenstadt. Das Rathaus bereitet einen Maßnahmenkatalog zur weiteren Verkehrsberuhigung der Innenstadt vor. Dazu gehören mittelfristig die Einrichtung einer Tempo-20-Zone zwischen Brandenburger Straße und Hegelallee, die weitere Abpollerung der Fußgängerzone in der Brandenburger Straße gegen querenden Autoverkehr und die Glättung von Kopfsteinpflaster etwa in der Gutenberg- und der Mittelstraße, um für Radfahrer einen Anreiz zu schaffen, statt des Fußweges die Fahrbahn zu nutzen. Den Stadtverordneten soll in ihrer Julisitzung ein Konzeptentwurf vorgelegt werden, auf dessen Basis bis zum Jahresende ein Beschluss verabschiedet werden könnte.

Vorbereitet wurde der Katalog mit einem Bürgerbeteiligungsverfahren, das nach ersten Dialog- und Themenwerkstätten Ende 2014 am Dienstagabend mit einer Ergebniswerkstatt im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in die dritte Runde ging. Norman Niehoff, Bereichsleiter Verkehr im Rathaus, stellte vor rund 50 Teilnehmern in einer Übersicht die wesentlichen Anregungen aus den vorangegangenen Veranstaltungen vor. In der Eröffnungsrunde vor eineinhalb Jahren waren selbst verwegene Ideen wie der Bau einer Seilbahn eingesammelt worden. Eine Vorauswahl wurde teils über die Vergabe von Punkten durch die Teilnehmer, teils durch eine systematische Aufbereitung durch Verkehrsplaner getroffen. Am Dienstag hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die aufbereiteten Empfehlungen erneut zu bewerten.

Die Erweiterung der Fußgängerzone in der Brandenburger Straße wurde mit vielen Pluspunkten, aber auch einigen Gegenstimmen bedacht. Zuspruch fanden etwa die fußgängerfreundliche Umgestaltung der Friedrich-Ebert-Straße zwischen Nauener Tor und Charlottenstraße, die Umnutzung von Parkplätzen im Holländischen Viertel für Fahrradständer und Außengastronomie, sowie eine fußgängertaugliche Neupflasterung der Mittelstraße.

Gut bewertet wurden die Schaffung weiterer Fahrradabstellmöglichkeiten in der Innenstadt, die barrierefreie Gestaltung von Gehwegen und öffentlichen Plätzen, sowie die Verbesserung von Ampelschaltungen für den Fuß- und Radverkehr. Sehr viele Punkte bekamen der Ausbau der Haltestellen Nauener Tor und Brandenburger Straße mit Barrierefreiheit und Überdachung, die Einrichtung einer neuen Bushaltestelle an der Breiten/Ecke Dortustraße und eine Verbesserung der Umsteigemöglichkeiten am Platz der Einheit, dessen Bedeutung für den öffentlichen Verkehr in der Innenstadt von Niehoff mit der des Hauptbahnhofs verglichen wurde.

Weniger Zuspruch bekam die Schaffung kombinierter Mobilitätsstationen mit kombiniertem Carsharing, Elektroladestation und Fahrradvermietung am Luisenplatz und am Platz der Einheit. Als streitbar erwiesen sich mit Gegenstimmen die Einführung der Tempo-20-Zone nördlich der Brandenburger Straße und die Einführung von Tempo-30-Strecken unter anderem auf Teilen von Charlotten-, Dortu-, Schopenhauer, Französischer und Hebbelstraße. Abgewählt wurde die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung auf die Blocks zwischen Schopenhauer- und Zeppelinstraße sowie zwischen Am Kanal und Holzmarktstraße.

Info Mehr auf www.potsdam.de/ergebniswerkstatt-zum-innenstadtverkehrskonzept.de

 

Von Volker Oelschläger

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