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Potsdam „Texthänger werden überspielt und improvisiert“
Lokales Potsdam „Texthänger werden überspielt und improvisiert“
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00:32 29.06.2015
Szene aus „Carpe Jugulum“. Quelle: English Drama Group
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Potsdam

Die English Drama Group der Universität Potsdam besteht bereits seit 1984. Gegründet wurde sie auf Initiative von Hiltrud Wedde, damals noch an der Pädagogischen Hochschule. Nach der Gründung der Uni Potsdam 1991 führte sie die Gruppe dort noch bis zu ihrem Ruhestand 2002 weiter. Anschließend wurde das Ensemble von engagierten Studenten übernommen und brachte so weiter jedes Jahr eine neues Stück auf die Bühne. In diesem Jahr haben sich die Jungs und Mädels einen Roman aus Terry Pratchetts „Disworld“-Reihe vorgenommen: „Carpe Jugulum“. Die MAZ sprach mit Carolyn Rückert – die 25-jährige Lehramtsstudentin ist seit 2009 Mitglied des Ensembles.

MAZ: Carolyn, worum geht’s in „Carpe Jugulum“?

Rückert: Das Stück spielt in einer Fantasiewelt: Zur Taufe seiner Tochter lädt König Verence neben dem alteingesessenen Hexenzirkel und dem Priester Oms auch Vampire ein, die unglücklicherweise nichts Gutes im Schilde führen: Sie wollen sich das Königreich unter den Nagel reißen und alle die darin leben in ihre Gewalt bringen. Priester Om sei Dank gibt es noch die Hexen und den Priester Oats, die es wagen, sich den Blutsaugern in den Weg zu stellen. Sie sind die einzige Hoffnung für die Menschen in Lancre. Doch leider sind unsere angehenden Königreichsretter auf dem Gebiet der Untoten-Bekämpfung nicht sehr erfahren. So geraten sie immer wieder in heikle Auseinandersetzungen mit untoten Adligen, machtbesessenen Tyrannen und letztlich gar mit sich selbst. Ob sie es trotzdem schaffen, die Vampire zu vertreiben, sehen Sie sich am besten selbst an. (lacht)

Seit wann probt ihr das Stück?

Rückert: Wir haben mit dem neuen Semester begonnen – also im Oktober vergangenen Jahres.

Was war die größte Herausforderung bei „Carpe Jugulum“?

Rückert: Die Kürzung des Scripts auf eine erträgliche Länge! Es geht aber trotzdem noch gut zweieinhalb Stunden.

Wie war die Premiere?

Rückert: Hervorragend und gut gefüllt! Wir hatten ein tolles Publikum, das viel gelacht hat und sichtlich Spaß hatte. Und somit hatten auch wir eine Menge Spaß.

Sitzt bei euren Auftritten eigentlich auch ein Souffleur im Publikum?

Rückert: Nein, eigentlich nicht. Texthänger werden überspielt und improvisiert.

Wie geht ihr bei der Auswahl eines neuen Stücks vor?

Rückert: Meist wird das Stück vom Regisseur ausgewählt. Wir hatten aber auch schon demokratische Abstimmungen, bei denen vorher verschiedene Stücke von unseren Mitgliedern vorgestellt wurden.

Wie geht’s dann weiter?

Rückert: Meistens wird das Stück gemeinsam gelesen, damit jeder einen Bezug dazu bekommt. Dann findet ein Casting für die Rollenverteilung statt, auf das sich die Mitglieder vorbereiten. Anschließend werden die Rollen – meist vom Regisseur – verteilt. Dann geht es in die Probenphase: Stellproben, dann Proben einzelner Szenen, am Ende dann Akt- und Komplettdurchläufe.

Wie viele Mitglieder hat die English Drama Group aktuell?

Rückert: Momentan haben wir 20 Mitglieder, davon 6 Männer.

Wer ist am längsten dabei?

Rückert: Am längsten ist wohl unser Regisseur Ben (Benjamin Gaede) dabei, wenn auch mit Unterbrechungen. Ansonsten sind Benjamin Langner und ich mit die Dienstältesten.

Kann bei euch jeder mitmachen?

Rückert: Jeder, der halbwegs Englisch sprechen kann, ja.

Geht es nach „Carpe Jugulum“ direkt mit der Auswahl für das nächste Stück weiter oder seid ihr nach den Auftritten in der Sommerpause?

Rückert: Ja, wir gehen bis zum nächsten Semester in die Sommerpause. Das nächste Stück wird also ab Oktober dieses Jahres in Angriff genommen.

Info: Wer die English Drama Group noch einmal in Aktion sehen will, der sollte Montagabendabend um 19.30 Uhr in die Reithalle des Hans-Otto-Theaters kommen. Der Eintritt kostet für Studenten 3 Euro, für Nicht-Studenten 5 Euro. Für Getränke ist gesorgt.

Von Josephine Mühln

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