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Potsdam Theaterstück „Patricks Trick“ über Kinder und Ängste
Lokales Potsdam Theaterstück „Patricks Trick“ über Kinder und Ängste
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00:28 17.03.2019
Regisseur Joerg Bitterich inszeniert für Kinder und Jugendliche. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Am Freitag feiert „Patricks Trick“ am Potsdamer Hans Otto Theater Premiere. Das Stück ist vor allem für Kinder gemacht, es stammt aus der Feder des preisgekrönten Theater- und Jugendautoren Kristo Šagor. Alle Vorstellungen sind bereits ausverkauft, das Stück wird aber in die kommende Spielzeit übernommen. Regisseur Joerg Bitterich inszeniert den Stoff nun in der Reithalle.

In „Patricks Trick“ geht es um den 11-jährigen Jungen Patrick, der schon immer einen Bruder haben wollte und nun einen bekommt. Was ist das Besondere daran?

Die Hauptfigur erfährt beim Lauschen an der Küchentür aus einem geflüsterten Gespräch seiner Eltern, dass seine Mutter unerwarteterweise noch einmal schwanger geworden ist. Er versucht zunächst, sich an diesen Gedanken zu gewöhnen und bemerkt dann durch weiteres Lauschen, dass sein ungeborener Bruder eventuell behindert sein wird.

Wie gehen Patrick und seine Eltern damit um?

Er erlauscht sich weitere Informationen, weil die Eltern mit ihm nicht offen darüber sprechen. Er versucht sich selbst ein Bild von der Lage zu machen und hört sich in seinem Umfeld um, ob es da nicht jemanden gibt, der ihm helfen kann.

Patrick hat Angst davor, dass sein kleiner Bruder nicht sprechen kann.

Genau, das hört er bei seinen Eltern und das ist sein Hauptanknüpfungspunkt: Wie kann ich meinem Bruder helfen, sprechen zu lernen. Dafür geht er durch verschiedene Stationen und trifft einige menschen, die irgendetwas mit Sprache zu tun haben. Von jedem dieser Menschen nimmt er etwas mit, er lernt etwas. So dass er am Schluss tatsächlich die Zuversicht hat, seinem Bruder wirklich helfen zu können, wenn dieser auf die Welt kommt.

Ihre Zuschauer sind ungefähr neun bis 13 Jahre alt, das ist eine große Altersspanne. Wie schaffen Sie es, ein Stück so zu inszenieren, dass es einen Neunjährigen genauso packt wie ein 13 Jahre altes Mädchen?

Ich mache sehr viel Kinder- und Jugendtheater, auch für noch kleinere Kinder und kann sagen, dass ich das immer auch für mich selbst mache. Wenn ich es gut finde, dann hoffe ich, finden die Kinder es auch gut. „Patricks Trick“ fordert die Kinder heraus, das ist keine oberflächliche Beschäftigung.

Ist das Stück auch für Erwachsene geeignet?

Unbedingt. Es ist grandios geschrieben, das ist fast eine Partitur und auch Erwachsene können das mit Gewinn ansehen.

Von Saskia Kirf

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