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Potsdam Themenforen auf der Freundschaftsinsel
Lokales Potsdam Themenforen auf der Freundschaftsinsel
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00:31 05.06.2015
Die Freundschaftsinsel wird zum Austragungsort für Phase II der Kampagne. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Die vom Rathaus ausgerufene Kampagne um ein Leitbild für die nächsten zehn Jahre geht in die nächste Runde. Vom 9. bis 16. Juni sollen als „Phase II“ in fünf Themenforen alle bisher eingebrachte Ideen und Vorschläge zur Diskussion freigegeben werden. „Ziel ist es, aus der Diskussion zentrale Aussagen für das Leitbild zu formulieren“, sagte Dieter Jetschmanneg, Chef des zuständigen Rathaus-Bereichs für Kommunikation, Wirtschaft und Beteiligung.

Seit dem Auftakt der Kampagne Mitte März beteiligten sich laut Rathaus insgesamt rund 1650 Potsdamer, die vor Ort, auf Postkarten und übers Internet insgesamt knapp 2250 Vorschläge einbrachten. Vergleichsweise mäßig war die Beteiligung bei den insgesamt neun Diskussionsveranstaltungen im Stadtgebiet, zu denen laut Rathaus insgesamt gerade einmal 200 interessierte Bürger kamen.

Jetschmanegg kommentierte die Resonanz gefasst: „Wenn wir das Projekt nur auf den Bürgerdialog reduziert hätten, wäre das tatsächlich wenig.“ Allerdings gebe es mit einer vorab durchgeführten Bürgerumfrage, den Ergebnissen von Expertenbefragungen, mit Konzepten und Stadtverordnetenbeschlüssen bereits eine breite Basis.

Wie berichtet, sollen mit dem Leitbild laut Verwaltung „langfristige Ziele formuliert werden“, die von der Mehrheit der Potsdamer mitgetragen und „in den verschiedensten Bereichen der Stadtgesellschaft verankert und umgesetzt werden“. Das Ergebnis soll für die Stadtpolitik über die laufende Legislaturperiode hinaus bindend sein. Aus dem Leitbild sollen „konkrete Ziele abgeleitet werden“, die sich auch im Haushalt wiederfinden.

Aktuelle Projekte zur Bürgerbeteiligung

Die Leitbilddebatte ist eines von mehreren zeitgleich laufenden Projekten zur Bürgerbeteiligung. Mit seiner strategischen Ausrichtung auf zentrale Fragen der Stadtentwicklung geht es weit über den Ansatz der übrigen Verfahren hinaus; mit 250 000 Euro sind die Kosten im Durchschnitt.

Finanziell aufwendigstes Projekt ist aktuell das Werkstattverfahren zur Gestaltung des Lustgartens, das mit sieben beteiligten Architektenbüros und mehrfacher Bürgerbeteiligung insgesamt 520 000 Euro kosten soll. Finanziert wird es aus Städtebaufördermitteln.

Offen ist der Bürgerdialog zur Zukunft des Garnisonkirchgrundstücks, der laut Stadtverordnetenbeschluss bis Juni stattfinden sollte. Nach einer ersten Verständigungsrunde im April und zwölf Einzelgesprächen mit Gegnern, Befürwortern und anderweitig Interessierten wurde der Auftakt des Dialogs auf den Spätsommer verschoben. vo

In den fünf Foren sollen Themenblöcke zur Diskussion gestellt und an jeweils drei Thementischen vertieft werden. Unter „Potsdam für Alle“ werden am 9. Juni die Themen Teilhabe, Engagement und Chancen aufgerufen. Am 11. Juni geht es um Potsdam als „eine Stadt“ mit den Themen Stadtteile, Identität und Kultur. Am 12. Juni stehen unter „junge Stadt“ Familie, Lebendigkeit und Vielfalt zur Debatte. Am 15. Juni geht es bei „Wissen schafft Stadt“ um Bildung, Wissenschaft und Arbeitswelt. Am 16. Juni steht die „wachsende Stadt“ mit den Themen Mobilität, Wohnen und Freiräume auf dem Plan.

Für die Foren soll auf der Freundschaftsinsel ein Zelt mit 60 Plätzen aufgeschlagen werden. Die Veranstaltungen laufen jeweils von 18 bis 21 Uhr. Noch vor Beginn der „Phase II“ sollen alle Vorschläge auf der Internetseite www.potsdam.de tabellarisch vorgestellt werden.

Von Volker Oelschläger

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