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Potsdam Tierheim Potsdam geht 2018 in Betrieb
Lokales Potsdam Tierheim Potsdam geht 2018 in Betrieb
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12:25 27.10.2017
Der Eingang zum Tierheim führt noch nicht zum Tierheim. Quelle: Christel Köster
Teltower Vorstadt

Der Bau des neuen Potsdamer Tierheims könnte noch in diesem Jahr beginnen. Das hat der Vorsitzende des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung, Günter Hein, gestern der MAZ gesagt. „Bei mildem Wetter ist das machbar.“ Für das Haus 5 als erstem Ausbaugebäude auf dem Gelände an der Michendorfer Chaussee habe man das nötige Geld; für die anderen vier Gebäude brauche man aber Fördermittel. Im Haus 5 würde der Verein dann den Tierheimbetrieb aufnehmen, „wenn es nach mir geht“, so Hein, „schon im späten Frühjahr 2018“, der Sommer sei aber realistischer.

Er habe nie geglaubt, dass ein Baugenehmigungsverfahren so langwierig sei. Es brauche detaillierte Planungen etwa zum Energiehaushalt, zum Brandschutz und der Statik. Damit habe man jetzt ein Potsdamer Büro beauftragt: „Ein Tierheimbau ist da unverständlicherweise nicht einfacher als der Wohnungsbau für Menschen.“ Die Installation von Strom und Wasser sowie die „Zuwegung“ sind fertig und die Abwasserauffanggruben genehmigt, doch seien die Vereinsmitglieder und die Öffentlichkeit beunruhigt, weil an den Gebäuden selbst nichts passiert, sagte Hein. Sozialdezernent Mike Schubert (SPD), der auch für die Fundtierbetreuung Potsdams zuständig ist, holte sich am Donnerstagabend die Zustimmung des Tierheimbeirates dafür, die bislang „geparkten“ 139000 Euro Spenden weiter für den Heimneubau bereitzustellen. Der kostet etwa 3,5 bis 4 Millionen Euro.

Jahrelang haben Tierschützer für den Standort Potsdam gekämpft Quelle: Köster

Das zwei Hektar große Grundstück an der Abfahrt nach Wilhelmshorst mit seinen insgesamt fünf Baracken hatten die Tierschützer 2014/2015 von der Stadt erworben. Das frühere Potsdamer Tierheim in der Forststraße war Ende 2007 geschlossen worden.

Die Potsdamer Fund- und Verwahrtiere waren seither bei Partnern außerhalb der Stadt in Beelitz-Schönefeld, Zossen und Kremmen bei Oranienburg untergebracht und versorgt worden. Der Tierschutzverein selbst hatte 2009 eine Auffangstation für Kleintiere in Rehbrücke eröffnet, die aber im vergangenen Jahr mit Blick auf das neue Projekt geschlossen wurde.

Im Mai des vergangenen Jahres wurde der Bauantrag gestellt. Auf dem Grundstück waren vor der Baugenehmigung lediglich Sicherungs- und Erschließungsarbeiten möglich. Im Frühjahr bekam das künftige Tierheim über einen 200 Meter langen Schacht Anschlüsse für Wasser, Strom und Datenkabel.

Sie führen bis zum Haus 5 nahe dem Haupteingang, das nun als erstes ausgebaut werden soll. Die übrigen Gebäude sollen innerhalb der nächsten zehn Jahre nach und nach fertiggestellt werden.

Im Haus 5 stehen allein schon 30 Räume für die Unterbringung von Tieren zur Verfügung. Der Versammlungsraum, der früher als Speiseraum für die zeitweise auf dem Gelände untergebrachte Gehörlosenschule diente, soll auch künftig so genutzt werden.

Von Rainer Schüler und Volker Oelschläger

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