Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Kinder zerstören Vogelnest
Lokales Potsdam Kinder zerstören Vogelnest
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:23 26.06.2015
Einer der Winzlinge, die nun von Hand aufgezogen werden müssen. Quelle: Tierrettung Potsdam
Anzeige
Petzow

Drama im Inselparadies Petzow: Kinder haben dort am Donnerstag mutwillig ein Vogelnest mit fünf noch nackten Mini-Küken zerstört. Ein Mitarbeiter der Ferienanlage alarmierte die Tierrettung Potsdam und bat um Hilfe. Er schilderte, wie die Kinder das Nest mit Stöcken aus einem Baum schlugen. Der Mitarbeiter rettete die Küken und versorgte sie zunächst nach Fern-Anleitung der Tierrettung.

Die Nestlinge sind etwa eine Woche alt und durch diese strafbare Aktion nun auf eine Handaufzucht angewiesen – mit ungewissem Ausgang, wie die Tierretter betonen. Die Kosten bis zum Auswildern der Tiere betragen etwa 150 Euro, die aus dem privaten Geldsäcklein der Vogelpflegestelle getragen werden müssen, heißt es.

„Ich hätte die Kinder gern belehrt und ihnen erklärt, was sie da getan haben“, sagt Steffen Agatz von der Tierrettung. „Dazu war aber leider keine Zeit, denn für die Küken musste es sehr, sehr schnell gehen. Wenn sie einmal für kurze Zeit unterkühlt werden, können sie es schaffen. Beim zweiten Mal haben sie keine Chance mehr zu überleben.“ Die Tierrettung appelliert daher auf diesem Wege an Eltern, Erzieher und Lehrer. „Bitte redet mit euren Kindern und Schülern darüber. Macht ihnen klar, dass solche Dinge nicht passieren dürfen – nicht mal im Spiel oder als Kinderstreich dürfen Vogelnester zerstört oder die Tiere bei der Brutpflege behindert werden. Dies ist strafbar! Es sind bezaubernde Lebewesen die ein Recht auf Unversehrtheit haben.“

In diesen Tagen hat die Tierrettung beinahe täglich mit hilfsbedürftigem Federvieh zu tun. So schreckte den Notfall-Trupp am frühen Freitagmorgen ein Notruf aus dem Potsdamer Ortsteil Neu Fahrland auf. Dort hing eine Krähe kopfüber, von einer Angelschnur gefesselt, in einer Baumkrone. Die Tierretter erreichten den todgeweihten Vogel aber noch rechtzeitig, konnten ihn aus der Sehne lösen und unverletzt in die Freiheit entlassen. Wenig später ereilte sie ein Notruf aus Berlin-Steglitz. Dort watschelte eine verirrte Entenmutter mit acht Küken über die Schlossstraße. Helfen konnte der gefiederten Familie offenbar niemand – bis eine Potsdamerin die Tierrettung alarmierte, die die Enten einfing und zu einem lauschigen Plätzchen am Wasser brachte.

Vögel auf Abwegen haben gerade Saison. „Wer ein noch rosiges, nacktes Küken außerhalb des Nestes findet, kann sich sicher sein, dass es Hilfe braucht“, sagt Steffen Agatz. Hingegen bräuchten bereits flügge Jungvögel, die am Boden sitzen, meist keine Hilfe. „Man lässt sie besser in Ruhe – es sei denn, der Vogel sitzt an einem gefährlichen Ort. Dann sollte man ihn umsetzten, am besten auf einen Ast und außerhalb der Reichweite von Katzen. Im Zweifelsfall sollte man uns aber einfach anrufen. – Jeder Zeit.“

Die Tierrettung ist rund um die Uhr unter dem Notfalltelefon 0151/70121202 zu erreichen.

Von Nadine Fabian

Potsdam Potsdamer Polizeibericht am 26. Juni - Jugendliche zünden Kisten am Supermarkt an

+++Innenstadt: Jugendliche stecken Holzkisten an +++ Babelsberg: Zwei von drei Sprayern erwischt +++ Am Stern: Mehrere Graffiti im Wohngebiet +++ Zentrum-Ost: Einbruch in Praxis +++

26.06.2015
Potsdam Uni-Potsdam-Theatergruppe spielt „Carpe Jugulum“ von Terry Pratchett - „Texthänger werden überspielt und improvisiert“

Die English Drama Group der Universität Potsdam besteht bereits seit 1984. Jedes Jahr bringt die Truppe eine neues Stück auf die Bühne – stets organisiert von den studentischen Mitgliedern. In diesem Jahr haben sich die Jungs und Mädels einen Roman aus Terry Pratchetts „Disworld“-Reihe vorgenommen: „Carpe Jugulum“.

29.06.2015
Potsdam Stadt für eine Nacht 2015 - 24-Stunden-Fest am Tiefen See

Zum sechsten Mal wird im Potsdamer Kultur- und Erlebnisquartier am 11. und 12. Juli zum 24-Stunden-Festival „Stadt für eine Nacht“ eingeladen. Kern sind 33 Häuschen mit Wissenschaft, Forschung, Kunst und Handwerk. Sämtliche Kultureinrichtungen am Platz sind mit mehr als 80 Veranstaltungen dabei. Der Eintritt ist wie in den Vorjahren frei.

11.07.2015
Anzeige